Eidg. Fachausweis

Aussenhandelsfachmann/-frau BP

bearbeiten, dokumentieren, verwalten, berechnen, beraten

Aussenhandelsfachmann/-frau BP
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Was macht ein/e Aussenhandelsfachmann/-frau BP?

Aussenhandelsfachmänner und Aussenhandelsfachfrauen (früher Export- und Importfachleute genannt) bearbeiten alles, was mit der Aus- und Einfuhr von Waren aus der Schweiz in die ganze Welt in Zusammenhang steht. Dazu gehört innerhalb des Betriebes die enge Zusammenarbeit mit dem Verkauf, dem Marketing und der Werbeabteilung.

Ausserhalb der Firma haben die Aussenhandelsfachleute mit Versicherungen, Geldinstituten, Transportfirmen und dem Zoll zu tun. Deswegen verfügen sie über Fachkenntnisse in den Bereichen des internationalen Speditionswesens, in grenzüberschreitenden Rechtsfragen, Exportfinanzierung, Zollwesen und Mehrwertsteuer. Zudem können sich die Aussenhandelsfachleute nebst ihrer Muttersprache meist noch in zwei oder drei weiteren Sprachen verständigen, sowohl mündlich wie auch schriftlich.

Was und wozu?

  • Damit ein Geschäft mit einem neuen Kunden aus Singapur zustande kommt, klärt der Aussenhandelsfachmann vorab auch die Rechtslage und Zolleinfuhrbestimmungen.
  • Damit die Aufträge reibungslos abgewickelt werden können, kennt sich die Aussenhandelsfachfrau in der Exportfinanzierung aus, im Speditionsgeschäft und Zollwesen sowie im internationalen Recht.
  • Damit der Aussenhandelsfachmann die Termine mit einem Kunden aus Übersee einhalten kann, bereitet er schon mal die Zollabfertigung vor und beschafft die erforderlichen Formulare und Dokumente.
  • Damit die Aussenhandelsfachfrau die Chancen und Risiken im weltweiten Handel richtig einschätzen kann, analysiert sie zuerst die Wirtschaftlichkeit der Zielregionen.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Abschluss einer mind. 3-jährigen Berufslehre, Handelsmittelschul-Abschluss oder gymnasiale Matura sowie

b) 2 Jahre Berufspraxis im Aussenhandel.
Ausbildung
Je nach Ausbildungsort 1–1½ Jahre berufsbegleitende Vorbereitungskurse.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Der Umgang mit internationalen Partnern und Kunden ist spannend, weshalb die Aussenhandelsfachleute verschiedene Sprachen beherrschen und sich somit auf internationalem Terrain nicht nur zurechtfinden, sondern auch wohlfühlen.
Schattenseite
Falls es bei den Geschäftsabwicklungen mit ausländischen Auftraggebern zu Verzögerungen kommt, weil in der Transportkette Termine nicht eingehalten werden, kann das einen Rattenschwanz an Änderungen oder sogar Stornierungen bedeuten.
Gut zu wissen
Aussenhandelsfachleute berücksichtigen länderspezifische Gegebenheiten, Gepflogenheiten und Gesetze, wenn sie ein Import- oder Exportgeschäft vorbereiten und abwickeln. Das setzt für die zahlreichen Abklärungen nicht nur Sprachbegabtheit, sondern auch Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit voraus.

TOP 10 Anforderungen

wichtig
sehr wichtig
wichtig
sehr wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar

Karrierewege als Aussenhandelsfachmann/-frau BP

Weiterbildungsangebote der Kantonalen Handelskammern, von Weiterbildungszentren und Fachhoch­schulen.

Betriebsökonom/in FH (Bachelor)

Betriebswirtschafter/in HF, Prozesstechniker/in HF (eidgenössisches Diplom)

Aussenhandelsleiter/in HFP, Leiter/in internationale Spedition und Logistik HFP, Logistikleiter/in HFP (eidgenössisches Diplom)

Aussenhandelsfachmann/-frau BP

Abgeschlossene berufliche Grundbildung (EFZ) oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)

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