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Barkeeper/in

mixen, verkaufen, beraten, berechnen, bedienen

Barkeeper/in

Beschreibung

«Geschüttelt, nicht gerührt». Dieses bekannte Zitat aus den James Bond Filmen hat den Beruf Barkeeper/in, für die Ewigkeit geprägt. Doch Barkeeper und Barkeeperinnen können viel mehr als bloss das mixen eines Martinis. Sie sind vom Öffnen bis zum Schliessen der Bar dafür zuständig, dass alles rund läuft. Das beginnt mit den Vorbereitungsarbeiten, wie z.B. dem Bereitstellen der Snacks und Zutaten und endet mit der Reinigung und Abrechnung, wenn die Bar geschlossen wird.

Barkeeper und Barkeeperinnen beraten ihre Gäste beim Auslesen der Getränke. Mit ihrem breiten Fachwissen über Qualität, Produkte und einzelne Zutaten sorgen sie dafür, dass die Gäste stets genau das Getränk bekommen, das ihnen am besten schmeckt. Dann mixen sie die Cocktails und servieren Wein, Kaffee-Spezialgetränke und alkoholfreie Drinks. Sie stellen Eiswürfel und Früchteschnitze, Kirschen, Oliven etc. bereit, pressen Fruchtsäfte und ordnen die Gläser. Sie geben auch zur Speisekarte des Betriebes Auskunft.
Mit ihrer Umsicht, Kompetenz und persönlichen Ausstrahlung prägen die Barkeeper und Barkeeperinnen die Atmosphäre der Bar und fungieren als zuvorkommende, freundliche Gastgeber resp. Gastgeberinnen. Nicht selten sorgen ihre versierten Mixtechniken und Kunststücke mit dem Shaker für grosse Augen.

Qualifizierte Barkeeper und Barkeeperinnen kennen sich beim Abrechnen der Konsumation mit Checks, Kreditkarten und Fremdwährungen aus. Sie befassen sich zudem mit der Gestaltung der Karte, mit Inventurlisten und Kontrollen und sind bestens mit den gesetzlichen Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- Jugend- und Umweltschutz sowie Hygiene vertraut. Sie arbeiten vor allem in Bars, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen, in der Event-Gastronomie (z.B. Cocktail-Catering mit mobilen Bars) sowie in Clubs und Diskotheken.

Was und wozu?

  • Damit am Abend in der Bar genügend Getränke vorhanden sind, führt der Barkeeper am Nachmittag eine Warenkontrolle durch, und ordert gegebenenfalls Spirituosen oder andere Lebensmittel nach, organisiert frisches Obst und andere benötigte Säfte, um dem hochwertigen Standard seiner Kreationen gerecht zu werden.
  • Damit schon früh abends möglichst viele Leute in die Bar gelockt werden, lanciert die Barkeeperin eine Happy Hour, d.h. einen kurzen, festgelegten Zeitraum mit vergünstigten Getränken.
  • Damit die Gäste ihre Drinks aus den passenden Gläsern geniessen können, sorgt der Barkeeper dafür, dass stets genügend Cocktail-, Longdrink-, Schnaps-, Wein- und Biergläser vorhanden sind.
  • Damit der anspruchsvolle Gast den Grappa in der richtigen Temperatur trinken kann, kühlt die Barkeeperin das Grappaglas im Kühlschrank vor.
  • Damit sich die Gäste den ganzen Abend über wohl fühlen, achtet der Barkeeper darauf, dass sich die benutzen Gläser nicht türmen und hält den Thekenbereich ordentlich und sauber.

Facts

Zutritt
Mindestens 18 Jahre alt. Eine Grundausbildung in der Gastronomie ist vorteilhaft, vor allem in der gehobenen Gastronomie und Hotellerie. Häufig gehen dort gelernte Restaurantfach- oder Hotelfachleute nach ihrer Berufsausbildung in einem sogenannten Weiterbildungsjahr an die Bar.
Ausbildung
Barkeeper/in, Bartender, Barman und Barmaid sind keine geschützten Berufsbezeichnungen und beschreiben lediglich die ausgeübte Tätigkeit an der Bar. Bestrebungen, einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf zu schaffen, waren bislang erfolglos. Es bestehen Kursangebote der Swiss Barkeeper-Union (SBU), den kantonalen Sektionen von GastroSuisse oder von privaten Anbietern.
Sonnenseite
Fleiss wird belohnt. Schmecken die Getränke den Gästen besonders gut, können Barkeeper und Barkeeperinnen mit hohem Trinkgeld rechnen.
Schattenseite
Manchmal ist der Job stressig: Gerade zur Happy Hour muss oft besonders schnell gearbeitet werden. Betrunkene Gäste können äusserst unangenehm werden. Hier gilt es, ruhig zu bleiben und bestimmt aufzutreten. Es kann frustrieren, dass man selber arbeiten muss, während alle anderen Party machen und es sich gut gehen lassen. Sobald die letzten Gäste die Bar verlassen haben, steht für die Barkeeper und Barkeeperinnen die Säuberung mit Wischmopp und Putzeimer bevor.
Berufsalltag
In der Hotellerie haben sich für unterschiedlich grosse Wirkungskreise der Barkeeper und Barkeeperinnen verschiedene Begriffe herausgebildet: Commis de Bar (etwa «Thekengehilfe») sind meist junge Barkeeper und Barkeeperinnen im ersten Praxisjahr. Mit steigender Erfahrung und Verantwortung werden sie zur/zum Demi Chef de Bar (Vertreter/in der Leitung) und schliesslich zur/zum Chef de Bar (leitende/r Barkeeper/in), der/dem der gesamte Barbereich einschliesslich Einkauf, Kalkulation und Personaleinsatz untersteht.

TOP 10 Anforderungen

Kontaktfreude, Durchsetzungsvermögen, Zuhörenkönnen, Diplomatie, Fremdsprachen, Bereitschaft zu unregelmässiger Arbeitszeit

unverzichtbar
sehr wichtig
sehr wichtig
wichtig
sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
wichtig
unverzichtbar

Karrierewege

Facility Manager/in FH, Economiste d'entreprise HES en hôtellerie et professions de l'accueil (Bachelor)

Hôtelier/-ière-Restaurateur/-trice HF, Betriebsleiter/in Facility Management HF (eidg. Diplom)

Leiter/in Restauration HFP, Gastro-Unternehmer/in HFP (eidg. Diplom)

Bereichsleiter/in Restauration BP, Gastro-Betriebsleiter/in BP, Führungsfachmann/-frau BP (eidg. Fachausweis)

Chef de Bar (leitende/r Barkeeper/in)

Demi Chef de Bar (Vertreter/in der Leitung)

Commis de Bar (etwa «Thekengehilfe»)

Barkeeper/in

Restaurantfachmann/-frau EFZ, Hotelfachmann/-frau EFZ oder gleichwertige Ausbildung (siehe Zutritt)