Eidg. Diplom

Bekleidungsgestalter/in HFP

anleiten, entwerfen, beraten, gestalten, berechnen

Bekleidungsgestalter/in HFP
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Was macht ein/e Bekleidungsgestalter/in HFP?

Bekleidungsgestalter und Bekleidungsgestalterinnen HFP leiten ein Mode- und Nähatelier oder Bekleidungsgeschäft. Die Kollektionen ihres Kleidersortiments entwerfen sie selbst. Je nach Grösse ihres Geschäfts und Nachfrage ihrer Mode fertigen sie Kleinserien und immer auch Massanfertigungen. Vor allem was die Einzelstücke betrifft, legen die Bekleidungsgestalter und -gestalterinnen grossen Wert auf die Kundenberatung. Fühlen sich die Auftraggeber bei ihren Kleiderwünschen verstanden und gut betreut, kommen sie immer wieder.

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind für diese Geschäftsleute besonders wichtig. Bekleidungsgestalterinnen und -gestalter erledigen daher auch administrative Aufgaben, pflegen den Austausch zu Kunden und haben meist einen festen Stamm von Lieferanten, zum Beispiel für die Lieferung von Stoffen, Verschlüssen, Knöpfen und anderem Nähzubehör.

Für ihren Geschäftserfolg müssen die Bekleidungsgestalter stets auf dem Laufenden sein und die Marktströmungen und Modetrends verfolgen. Damit sie diese gewinnbringend nutzen können, gestalten sie ihre Preise marktgerecht und wenden verschiedene Verkaufsstrategien an, um im hart umkämpften Markt der Bekleidungsketten bestehen zu können.

Was und wozu?

  • Damit der Bekleidungsgestalter dem Auftraggeber für einen Massanzug den Preis nennen kann, berechnet er den Aufwand und das Material und erstellt einen Kostenvoranschlag.
  • Damit die Bekleidungsgestalterin für die Herbstkollektion neue Stoffe verarbeiten kann, recherchiert sie verschiedene Lieferanten und lässt sich ein paar Muster zukommen.
  • Damit der Bekleidungsgestalter eine Kollektion von bunten Leinenhosen rechtzeitig zum Saisonbeginn fertigstellen kann, koordiniert er die Näharbeiten der Mitarbeitenden im Atelier.
  • Damit die Bekleidungsgestalterin eine Miniserie von Sommerkleidern herstellen kann, entwirft sie einige Skizzen von Hand und danach Muster am Computer.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Bekleidungsgestalter/in BP mit eidg. Fachausweis oder gleichwertige Ausbildung sowie

b) 2 Jahre Berufserfahrung in der Bekleidungsgestaltung.

c) SIU-Diplom für Unternehmensführung oder gleichwertiger Abschluss.
Ausbildung
1 Jahr berufsbegleitende Weiterbildungskurse.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Höheren Fachprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 10'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Als Bekleidungsgestalter oder Bekleidungsgestalterin hat man alle Fäden in der Hand, wenn es darum geht, eine neue Kleiderkreation oder gar eine eigene Mini-Kollektion zu schaffen, eine schöne Aufgabe.
Schattenseite
Ohne grosses persönliches Engagement wird es für die Berufsleute schwierig, denn die Mode- und Textilbranche ist nicht nur klein, sondern auch hart umkämpft.
Gut zu wissen
Die Modebranche ist eine Welt für sich, in der sich die Bekleidungsgestalter und -gestalterinnen nur behaupten können, wenn sie sich mit immer neuen Ideen an Kreationen und Kollektionen behaupten können. Ob also selbständig im eigenen Atelier oder angestellt als Führungsperson, je besser die strategische Ausrichtung des Kleiderladens, desto grösser die Chance, der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein.

TOP 10 Anforderungen

wichtig
sehr wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
wichtig
unverzichtbar
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar

Karrierewege als Bekleidungsgestalter/in HFP

Eigenes Bekleidungsgeschäft oder Modeatelier

Produkt- und Industriedesigner/in FH (Bachelor)

Bekleidungsgestalter/in HFP

Bekleidungsgestalter/in BP oder gleichwertige Ausbildung (siehe Zutritt)

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