Eidg. Fachausweis

Berufsbildungsfachmann/-frau BP

erarbeiten, anpassen, organisieren, planen, kontrollieren, beraten

Berufsbildungsfachmann/-frau BP
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Beschreibung

Die Wirkungsfelder der Berufsbildungsfachmänner und Berufsbildungsfachfrauen sind recht unterschiedlich, obwohl es im Kern immer um Beruf und Ausbildung geht. Die einen arbeiten bei Berufsverbänden und Organisationen der Arbeitswelt, die anderen auf Berufsbildungsämtern, in Berufsfachschulen oder sind in Lehrbetrieben für die Lernenden zuständig.

Muss für eine Grundbildung eine neue Verordnung erarbeitet werden, liegt dies in den Händen der Berufsbildungsfacheute, die auf Berufsbildungsämtern tätig sind und diese Aufgabe bis zur Inkraftsetzung begleiten. Dort sind sie auch Mitglieder eines Gremiums und wirken bei der Entwicklung von neuen Gesetzesgrundlagen mit. Sind die Berufsleute in einem Lehrbetrieb angestellt, kümmern sie sich um die Ausbildung der Lernenden, planen das Bildungsprogramm und erstellen Anforderungsprofile der zu erlernenden Berufe.

Bei externen Lehrbetrieben sind sie als Berufsinspektoren oder -inspektorinnen unterwegs und kontrollieren zum Beispiel die Arbeitsbedingungen und Lehrverhältnisse der Lernenden, bewilligen Arbeitsverträge oder beraten die Lernenden, deren Eltern und andere Berufsbildungsverantwortliche, wenn in einer Lehre Probleme auftreten.

Was und wozu?

  • Damit die Prüfungen an einer Berufsfachschule auf einem gleichen fairen Level sind, erarbeitet der Berufsbildungsfachmann einige Prüfungsrichtlinien.
  • Damit Berufe den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technischen Veränderungen angepasst werden können, erarbeitet die Berufsbildungsfachfrau neue Verordnungen.
  • Damit ein Lehrbetrieb, der den Ausbildungsnormen in keiner Weise gerecht wird, keinen Schaden anrichten kann, entzieht ihm der Berufsbildungsfachmann die Bewilligung.
  • Damit die Bildungsverordnung für eine neue Grundbildung den Anforderungen entspricht, arbeitet die Berufsbildungsfachfrau am Qualifikationsverfahren mit.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Eidg. Fachausweis, eidg. Diplom (HFP oder HF) oder Hochschulabschluss (FH, PH, ETH oder UH) oder gleichwertiger Abschluss und

b) Ausweis oder Diplom als Berufsbildner/in in einem Lehrbetrieb und mind. 2 Jahre Berufspraxis in diesem Bereich sowie

c) die erforderliche Modulabschlüsse.
Ausbildung
2–3 Jahre berufsbegleitende Weiterbildung.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Es ist eine verantwortungsvolle, aber besonders schöne Aufgabe, bei der Gestaltung und Modernisierung von Berufsausbildungen aktiv mitzuwirken. Man kann in diesem Beruf in positiver Weise Einfluss nehmen.
Schattenseite
Manchmal können sich die Prozesse für neue Verordnungen in die Länge ziehen, vor allem dann, wenn mehrere Verbände, Organisationen und Ämter beteiligt sind.
Berufsalltag
Berufsbildungsfachleute kümmern sich in letzter Konsequenz darum, dass junge Menschen in den Genuss einer ordentlichen Ausbildung kommen. Zudem kümmern sich die Berufsleute tagtäglich darum, dass Lehrverhältnisse nicht nur korrekt ablaufen, sondern auch den neusten Gegebenheiten angepasst werden.

TOP 10 Anforderungen

unverzichtbar
unverzichtbar
wichtig
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
sehr wichtig

Karrierewege als Berufsbildungsfachmann/-frau BP

Master of Science in Berufsbildung

Psychologe/-in FH (Bachelor)

Erwachsenenbildner/in HF (eidg. Diplom)

Ausbildungsleiter/in HFP, Leiter/in Human Resources HFP (eidg. Diplom)

Berufsbildungsfachmann/-frau BP

Eidg. Fachausweis, eidg. Diplom oder Hochschulabschluss (siehe Zutritt)

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