Eidg. Diplom

Blindenführhundeinstruktor/in HFP

pflegen, anleiten, eingewöhnen, trainieren, üben, gehen, vorzeigen

Blindenführhundeinstruktor/in HFP
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Beschreibung

Der beste Freund des Menschen wird auch da eingesetzt, wo er blinden und sehbehinderten Menschen helfen kann – als Blindenhund. Zuerst muss er für diese Aufgabe trainiert werden, doch auch die blinde Person muss lernen, ein Vertrauensverhältnis zum Hund aufzubauen und richtig mit ihm umzugehen. Diese Trainings- und Betreuungsaufgaben übernehmen die Blindenführhundeinstruktoren und -instruktorinnen.

Als Blindenhund eignen sich vor allem Labradore und Retriever. Schon von klein an werden sie sozialisiert und daran gewöhnt, sich in bestimmten Situationen richtig zu verhalten. Sauberkeit, nicht bellen, auf bestimmte Befehle hören oder Hindernissen auszuweichen, all das gehört in ihr Trainingsprogramm. Sobald die Blindenführhundeinstruktoren und -instruktorinnen den Hund so weit trainiert haben, dass er auf die wichtigsten Hörsignale reagiert, wird er mit der blinden oder sehbehinderten Person vertraut gemacht. Zudem gehen sie die Wege und Strecken, welche die sehbehinderte Person regelmässig benutzt, in Begleitung des Blindenhundes einige Male ab.

Auch wenn die sehbehinderte Person und der Blindenhund längst ein Team geworden sind, stehen ihnen die spezialisierten Instruktoren und Instruktorinnen bis zur Pensionierung des Hundes mit Rat und Tat zur Seite.

Was und wozu?

  • Damit die sehbehinderte Frau sich frei und sicher bewegen kann, bringt der Blindenführhundeinstruktor sie in verschiedene Situationen des täglichen Lebens wie einkaufen gehen, im Park spazieren oder Besuche abstatten.
  • Damit der Blindenhund auch lernt, die blinde Person an Hindernissen auf Augenhöhe vorbei zu leiten, simuliert die Blindenführhundeinstruktorin eine solche Situation in einer Nebenstrasse.
  • Damit der junge Labrador später in seiner Aufgabe als Blindenhund alle Regeln des Zusammenlebens kennt, macht ihn der Blindenführhundeinstruktor zuerst stubenrein und bringt ihm die gängigsten Kommandos bei.
  • Damit der Blinde mit seinem Blindenhund ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, bringt die Blindenführhundeinstruktorin die beiden in tägliche Situationen, zu denen auch Streicheleinheiten und Leckerlis gehören.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Eidg. Fachausweis (BP), eidg. Diplom (HFP), Abschluss einer höheren Fachschule, einer Fachhochschule oder Universität und

b) mind. 2 Jahre Berufserfahrung als Blindenführhundeinstruktor/in sowie

c) die erforderlichen Module bzw. gleichwertige Abschlüsse und

d) Führerschein Kat. B.
Ausbildung
Ca. 3 Jahre Ausbildung, inkl. Praktikum.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Höheren Fachprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 10'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Mit Hunden zu arbeiten ist an sich schon eine schöne Aufgabe. Sie dann darauf zu trainieren, blinde oder sehbehinderte Menschen unabhängiger zu machen, so dass sie sich frei bewegen können, ist ein grosse Genugtuung.
Schattenseite
Es gibt wenig Stellenangebote. Die meisten Führhundeschulen bilden nur Personen aus, denen sie nach der Ausbildung eine Anstellung zusichern können. Dazu kommt, dass unregelmässige Arbeitszeiten und Wochenendeinsätze oft die Regel sind.
Berufsalltag
Als Blindenführhundeinstruktor oder -instruktorin ist man nicht selten den ganzen Tag mit Hund und Klientin oder Klient in der Stadt unterwegs. Man betreut oft mehrere Hunde, der eine ist noch ein Welpe, der andere geht in Pension, der dritte muss sich an die neue Hauskatze gewöhnen. Besuche beim Tierarzt, Gewöhnung ans Arbeits-Geschirr, Tauglichkeitsabklärungen und mehr machen den beruflichen Alltag vielseitig und spannend.

TOP 10 Anforderungen

unverzichtbar
sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar

Karrierewege als Blindenführhundeinstruktor/in HFP

Der schweizerische Zentralverband für das Blindenwesen (SZB) und andere Fachverbände und Führhundeschulen bieten Weiterbildungskurse an.

Versicherungs- oder Prüfungsexperte/-in

Blindenführhundeinstruktor/in HFP

Abschluss auf Tertiärstufe (siehe Zutritt)

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