Eidg. Fachausweis

Bodenbelagsberater/in BP

abklären, einschätzen, fragen, vorschlagen, beraten, begleiten, offerieren

Bodenbelagsberater/in BP
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Beschreibung

Meist sind es Architekten, Generalunternehmerinnen, Fachleute aus der Immobilienbranche oder Liegenschaftenverwalter, die Bodenbelagsberater und Bodenbelagsberaterinnen zu Rat ziehen. Aber auch Privatpersonen sind froh, wenn sie für einen neuen Boden in ihrem Haus oder ihrer Wohnung eine Fachperson fragen können. Dem Beratungsgespräch geht meist eine erste telefonische Abklärung voraus.

Ob es um die Wahl eines schönen Teppichs, eines widerstandsfähigen Linoleum- oder eines schicken Parkettbodens geht, Bodenbelagsberater und -beraterinnen geben Auskunft über die Vorteile, Beschaffenheit und Pflegehinweise vor Ort, anhand eines Musterkatalogs, oder im Schauraum ihres Unternehmens. Danach findet im Gebäude selbst eine Situationsanalyse statt. Die Aufträge unterscheiden sich zum Teil stark, denn ein Restaurant braucht einen anderen Boden als eine kleine Einzimmerwohnung, ein Grossraumbüro, eine Industriehalle oder ein Krankenhaus.

Bei ihren Empfehlungen schliessen die Bodenbelagsberater und beraterinnnen immer auch umwelt- und recyclingtechnische Fragen mit ein, denken wirtschaftlich und kundenorientiert.

Was und wozu?

  • Damit der Kunde für seine Wendeltreppe einen rutschsicheren Belag findet, gibt ihm der Bodenbelagsberater Auskunft und klärt ihn über die dazu geeigneten Varianten auf.
  • Damit eine Geschäftsführerin für ihr neues Atelier einen schönen, aber widerstandsfähigen Teppich wählen kann, zeigt ihr die Bodenbelagsberaterin einen Katalog mit Mustern und hat auch gleich die Preisliste zur Hand.
  • Damit ein Auftrag für die Verlegung eines elastischen Belages für eine Turnhalle reibungslos durchgeführt werden kann, plant der Bodenbelagsberater den gesamten Ablauf, von den Vorbereitungsarbeiten über den Personaleinsatz bis hin zur Übergabe.
  • Damit die Bodenbelagsberaterin die Kundschaft erweitern auf ihre Bodenbeläge aufmerksam machen kann, kümmert sie sich auch um die Kundenakquisition.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Detailhandelsassistent/in EBA – Teppiche und Bodebeläge oder gleichwertiger Abschluss und

b) mind. 6 Jahre Berufserfahrung, davon 1 Jahr in der Bodenbelagsbranche oder

c) Detailhandelsfachmann/-frau EFZ – Teppiche und Bodebeläge» oder Boden-Parkettleger/in EFZ bzw. gleichwertiger Abschluss und

d) mind. 3 Jahre Berufserfahrung, davon 1 Jahr in der Bodenbelagsbranche sowie

e) die erforderlichen Module bzw. gleichwertige Abschlüsse.
Ausbildung
9 Monate berufsbegleitende Weiterbildung mit 24 Unterrichtstagen.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Als Bodenbelagsberater und -beraterin trifft man auf verschiedene Leute und hat abwechslungsreiche Aufträge. Zudem ist es spannend, für die verschiedenen Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden den idealen Bodenbelag zu finden.
Schattenseite
Zwar kann man den idealen Bodenbelag mit all seinen Vorzügen empfehlen, doch manchmal passt er nicht ins Budget des Kunden oder der Geschmack geht in eine Richtung, die man nicht nachvollziehen kann. Das muss man auch nicht, weil am Ende ist der Kunde König.
Berufsalltag
Bodenbelagsberater und -beraterinnen sind viel unterwegs, da sie die Gegebenheiten für die neuen Bodenbeläge direkt vor Ort, in den Gebäuden analysieren müssen. Das erfordert gute Planung und Koordination, weil sie manchmal bspw. bei einem Umbau in einer abgelegenen Region einen Termin haben und noch am gleichen Tag in einem Neubau in der Stadt. Das ändert sich auch nicht, wenn sie – was nicht selten vorkommt – ein eigenes Bodenbelags-Geschäft führen.

TOP 10 Anforderungen

sehr wichtig
wichtig
wichtig
unverzichtbar
wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
sehr wichtig

Karrierewege als Bodenbelagsberater/in BP

Fachverbände wie zum Beispiel BodenSchweiz bieten Weiterbildungskurse an.

Betriebsöko­nom/in FH (Bachelor)

Betriebswirtschafter/in HF, Marketingmanager/in HF (eidgenössisches Diplom)

Bodenlegermeister/in HFP – Beratung, Verkaufsleiter/in (eidgenössisches Diplom)

Bodenbelagsberater/in BP

Detailhandelsfachmann/-frau EFZ – Teppiche und Bodenbeläge oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)

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