Eidg. Fachausweis

Farbdesigner/in BP

entwerfen, vergleichen, vorschlagen, abstimmen, beraten

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Was macht ein/e Farbdesigner/in BP?

Ausgedachte Farbkonzepte für Farbkombinationen braucht es in vielen Bereichen, etwa in der Innenarchitektur und Raumgestaltung, in der Mode und Werbung sowie im Produktdesign.

Farbdesigner und Farbdesignerinnen befassen sich mit der idealen Farbgestaltung, wenn sie für ihre Auftraggeber Farbkonzepte entwickeln. Basis dazu bilden ihre Kenntnisse in der Farbenlehre, der Wahrnehmung von Farben in bestimmten Lichtquellen sowie ihr Wissen über die ästhetische oder psychologische Wirkung von Farben. Zudem kennen sie die typischen Farbverwendungen und Stilrichtungen verschiedener Epochen, von der Antike übers Mittelalter bis in die Moderne. Auch über Mode- und Gestaltungstrends sind sie stets auf dem Laufenden. Mit diesem Hintergrund gehen sie auf die Kundenwünsche ein, berücksichtigen Material und Funktion, Wirkung und Stimmung, vielleicht sogar den Symbolwert, den die Farbgebung vermitteln soll.

Anhand ihres Farbkonzeptes werden dann Innenräume und Kleiderlinien, Produkte und Wohntextilien oder Dekorationselemente mit ausgesuchten Farben versehen. Von Anfang an bis zur Umsetzung stehen die Farbdesigner und -designerinnen den Kunden beratend zur Seite.

Was und wozu?

  • Damit ein Auftraggeber, der die Innenraumgestaltung seines Restaurants in den Farben und im Stil von Art Deco eintauchen möchte, schlägt ihm der Farbdesigner drei mögliche Farbkonzepte vor.
  • Damit eine neue Kollektion eines bekannten Modedesigners in den passenden Farben präsentiert werden kann, entwirft die Farbdesignerin farblich abgestimmte Hintergrundelemente für den Showroom.
  • Damit ein Kunde, der ein Farbkonzept für die Innenräume einer neuen Fastfood-Kette braucht, sich vorstellen kann, welche Farbkombinationen am besten zum CD des Unternehmens passt, berät ihn der Farbdesigner.
  • Damit eine neue Kleidermarke einen hohen Wiedererkennungswert bekommt, schlägt die Farbdesignerin dem Auftraggeber ein Farbdesign vor, das die Stilrichtung der neuen Mode unterstreicht.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Berufliche Grundbildung mit EFZ oder gleichwertiger Abschluss sowie

b) anschliessend 1 Jahr Berufserfahrung im der Farbgestaltung oder

c) ohne Abschluss 5 Jahre Berufserfahrung in der Farbgestaltung und -beratung eines fachspezifischen Betriebes.
Ausbildung
2 Jahre berufsbegleitende Kurse.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Mit Farben zu arbeiten ist an sich schon ein wunderschönes Tätigkeitsfeld. Die vielen Aspekte ihrer Wirkung, Symbolik und ihrer Ästhetik in immer wieder neue Farbkonzepte mit einfliessen zu lassen, ist eine spannende Aufgabe.
Schattenseite
Nicht jeder Mensch verfügt über ein gutes Farbgefühl. Auftraggeber oder Kundinnen mit hohem Anspruch, die jedoch weder über einen guten Geschmack noch über ästhetisches Empfinden verfügen, sind manchmal schwierig zu beraten.
Gut zu wissen
Farbdesigner ist in den seltesten Fällen ein Beruf, bei dem man für ein Unternehmen mit regelmässigen Aufträgen Farbkonzepte entwirft. Meist sind die Berufsleute selbständig erwerbend und üben nebenbei noch einen anderen, meist kreativen Beruf aus. Die Quellen ihrer Farbideen holen sie über die Grenzen und Zeitepochen hinaus, unerschöpflich aus anderen Ländern, Kulturen oder der Geschichte der Menschheit.

TOP 10 Anforderungen

wichtig
wichtig
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unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
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Karrierewege als Farbdesigner/in BP

Innenarchitekt/in FH, Produkt- und Industriedesigner/in FH (Bachelor)

Techniker HF Bauplanung, Gestalter/in HF Produktdesign (eidg. Diplom)

Farbdesigner/in BP

Berufliche Grundbildung mit EFZ (siehe Zutritt)

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