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Berufe von A-Z

Hufschmied/in EFZ

schmieden, hämmern, bohren, schneiden, raspeln, feilen, aufnageln

Hufschmied/in EFZ
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Beschreibung

Etwa alle ein bis zwei Monate, je nach Einsatz, brauchen Pferde einen neuen Hufbeschlag. Die Hufeisen schützen die Hufe, die durch das Reiten im Gelände und das Gewicht der Reitenden täglich beansprucht werden.

Hufschmiede und Hufschmiedinnen sind auf das Beschlagen von Pferden spezialisiert. Die Hufeisen stellen sie nicht selbst her, sondern beziehen sie als Rohteile, die sie in der Werkstatt bearbeiten und vorbereiten. Meist direkt beim Kunden passen sie einem Pferd die Hufeisen an.

Dabei schneidet der Hufschmied die Hufe in die korrekte Länge, ganz nach den individuellen Bedürfnissen des Pferdes. Die Arbeiten erfordern ein hohes Mass an Präzision, denn jeder Fehlgriff kann dem Pferd Schmerzen zufügen.
Hufschmiede suchen stets die beste Lösung für das Pferd. Oftmals ist es nötig, mit dem Tierarzt zusammen zu arbeiten.

Der Freizeitpferdesport hat in den letzten Jahren laufend zugenommen. Dadurch haben sich Schmiedewerkstätten zum Teil ganz auf Hufbeschlag konzentriert.

Andere Werkstätten führen auch allgemeine Schmiedearbeiten aus. Sie reparieren und fertigen z.B. Handwerkzeug oder Geräte für die Land- und Forstwirtschaft, das Baugewerbe oder industrielle Betriebe.

Was und wozu?

  • Damit der Hufschmied ein neues Hufeisen anbringen kann, löst er das alte vorsichtig ab, säubert und schneidet dann den Huf in die richtige Form.
  • Damit das Pferd beim Beschlagen möglichst stillhält und nicht nervös wird, muss die Hufschmiedin selbst ruhig arbeiten, denn ihre Nervosität würde sich übertragen.
  • Damit das Hufeisen exakt passt, korrigiert der Hufschmied das ausgewählte Fabrik-Hufeisen gemäss der Hufform des Pferdes auf dem Amboss.
  • Damit die Hufschmiedin überprüfen kann, ob die Hufeisen korrekt angebracht sind, lässt sie das Pferd vortraben und beobachtet dabei seine Gangart.
  • Damit Pferde mit fehlerhaften Hufen und Gangarten wieder gut gehen können, fertigt der Hufschmied Beschläge, die orthopädisch korrigieren.
  • Damit der Landwirt abgenutzte Arbeitsgeräte, z.B. Egge, Pflug, Hacken, wieder einsetzen kann, repariert sie die Hufschmiedin.

Facts

Zutritt
Abgeschlossene Volksschule, mittlere oder oberste Stufe.
Ausbildung
4 Jahre berufliche Grundbildung in einer Hufschmiede.
Sonnenseite
Hufschmiede und Hufschmiedinnen arbeiten selbständig und haben Kontakt zu ihrer Kundschaft. Immer wieder ist auch ihr Ideenreichtum gefragt, um Lösungen für besondere Anforderungen zu finden. Jedes Pferd ist anders; das Beschlagen erfordert gute Kenntnisse über die Tiere und viel Erfahrung.
Schattenseite
Die Arbeit ist körperlich recht anstrengend. Nicht alle Kunden sind einfach zufriedenzustellen, manchmal ist Geduld und Diplomatie notwendig. Auch gibt es Pferde, die nicht still halten. Die Berufsleute sind beim Beschlagen manchmal der Witterung ausgesetzt.
Berufsalltag
Während der Arbeitszeit bleibt wenig Zeit, sich mit den einzelnen Pferden abzugeben. Beim Beschlagen gehen die Berufsleute zwar mit Feingefühl auf die Tiere ein, doch gilt es dabei immer auch, die Arbeit möglichst rationell auszuführen. Für das Wohlbefinden der Pferde sind ihre Kollegen und Kolleginnen, die Pferdefachleute verantwortlich.

TOP 10 Anforderungen

sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
wichtig

Karrierewege

Weiterbildungsangebote von Berufsverbänden und Berufsfachschulen.

Bachelor of Science (FH) in Agronomie –Pferdewissenschaften

Höhere Fachprüfung (HFP) in Planung

Techniker/in HF Metallbau (eidg. Diplom)

Berufsprüfung (BP) in Planung

Qualifizierte/r Hufschmied/in (orthopädische und Sport-Beschläge)

Hufschmied/in EFZ

Abgeschlossene Volksschule

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