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Medizinische/r Praxiskoordinator/in BP

leiten, führen, koordinieren, empfangen, sterilisieren, untersuchen, betreuen, assistieren, verbinden

Medizinische/r Praxiskoordinator/in BP

Beschreibung

Medizinische Praxiskoordinatoren und Medizinische Praxiskoordinatorinnen sind entweder in klinischer oder in praxisleitender Richtung tätig.

Koordinatoren und Koordinatorinnen der klinischen Richtung, arbeiten in einer Arztpraxis und beraten die Patientinnen und Patienten mit chronischen Krankheiten in Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Dabei beurteilen sie deren aktuelle Lebensumstände, planen weitere Schritte, fördern die Selbstkompetenz und unterstützen die Angehörigen bei der Pflege. Sie koordinieren alle Leistungserbringer und erleichtern den Zugang zu den kommunalen Ressourcen. Sie führen Anamnesegespräche, informieren bei einer Verschlimmerung des Zustandes die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und helfen massgeblich mit, die Selbsthilfekompetenz der chronisch kranken Patientinnen und Patienten zu fördern.

Koordinatoren und Koordinatorinnen der praxisleitenden Richtung, verbinden ihre klinisch-medizinische Erfahrung mit Know-how in der Geschäftsführung. Meist führen sie selbstständig in Gruppen- oder Gemeinschaftspraxen das Personal und das Personalwesen, das Einkommensmanagement, das Praxismarketing sowie die Qualitätssicherung und leiten und überwachen die Arbeit des gesamten Praxispersonals. Dazu gehört das Erstellen von Einsatzplänen, das Organisieren von Schulungen, das Rekrutieren von neuen Mitarbeitenden, die Praxisbuchhaltung und die Administration.

Facts

Zutritt
a) Abgeschlossene berufliche Grundbildung als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ, ein Arztgehilfinnen-Diplom DVSA mit Röntgenberechtigung Thorax/Extremitäten oder gleichwertige Ausbildung der Sekundarstufe II oder b) Abschluss auf der Tertiärstufe mit Röntgenberechtigung Thorax/Extremitäten sowie c) mindestens 3 Jahre Berufspraxis in einer Arztpraxis, dazu d) Berufsbildnerausweis sowie die erforderlichen Modulabschlüsse.
Ausbildung
9–24 Monate berufsbegleitende Weiterbildung mit modularem Aufbau. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei der OdA Berufsbildung Medizinische Praxisassistentin (odamed) erhältlich. Schwerpunkte klinische Richtung: Chronic Care Management (Basismodul I und II), Qualitätsmanagement in der Arztpraxis und Beratung von Langzeitpatientinnen und -patienten (Diabetes) sowie zwei Wahlpflichtmodule (Beratung von Langzeitpatientinnen/-patienten Rheuma, Atemwegserkrankungen oder koronare Herzkrankheit/Herzinsuffizienz, Hirnleistungsschwäche, Wundbehandlung oder dosisintensives Röntgen). Schwerpunkte: praxisleitende Richtung: Chronic Care Management (Basismodul I und II), Qualitätsmanagement in der Arztpraxis, Praxismanagement und Personalführung sowie ein Wahlpflichtmodul (Rechnungswesen, EDV-Kompetenzen für die Arztpraxis oder dosisintensives Röntgen). Abschluss: Medizinische/r Praxiskoordinator/in mit eidg. Fachausweis. Hinweis: Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.

TOP 10 Anforderungen

Geistige Beweglichkeit, Freude an der Beratung, rasche Auffassungsgabe, Organisationstalent, Freude am Planen, Verantwortungsbewusstsein, Verschwiegenheit, Führungsqualitäten, Einfühlungsvermögen.

Karrierewege

Höhere Fachprüfung zum/zur dipl. Krankenversicherungs-Experte/-Expertin, dipl. Spitalexperte/-expertin. Pflegefachmann/-frau HF, Radiologiefachmann/-frau HF, Biomedizinische Analytiker/in HF, Aktivierungsfachmann/-frau HF oder Betriebswirtschafter/in HF. Studiengänge im Fachbereich Gesundheit, wie z. B. ein Bachelor of Science FH in Pflege, in Ergotherapie, in Physiotherapie oder in Betriebsökonomie.