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Berufe von A-Z

BSc in Systemtechnik

Systemtechnikingenieur/in FH

leiten, untersuchen, erarbeiten, planen, realisieren, optimieren

Systemtechnikingenieur/in FH

Beschreibung

Robotik, Mechatronik und Medizintechnik gehören zu den vielen innovativen Bereichen der Systemtechnik. Diese junge Ingenieursdisziplin gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie basiert auf der wachsenden Komplexität technischer Produkte, die heute mechanische, elektronische, optische und softwaretechnische Komponenten vereinen. Systemtechnikingenieure und Systemtechnikingenieurinnen verstehen die komplexen Systeme und erarbeiten Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben.

Sie leiten ganze Projekte, Abteilungen oder Betriebe. Sie sind verantwortlich für die Planung und Realisation von technischen Geräten, Anlagen und Systemen. Das Spektrum ihres Aufgabenbereiches ist breit. Es reicht von der Mikro- und Nanotechnologie über Medizin- und Werkstofftechnik bis hin zur Informatik, Mechatronik, Robotik oder Automation.

Da die Grenzen zwischen der Elektrotechnik, Informatik und Maschinentechnik heutzutage fliessend sind, verbinden die Systemtechnikingenieure bei der Konzeption und Realisation ihrer Projekte alle drei Bereiche. Ihr lösungsorientiertes Denken sowie ihr breites Fachwissen brauchen sie in jeder Phase einer Produktion. Bei der Planung sind sie besonders gefordert, weil verschiedene Aspekte analysiert und berücksichtigt werden müssen. Kundenbedürfnisse, betriebliche, betriebswirtschaftliche, ökologische und finanzielle Anforderungen müssen in ihre Konzeptionen einbezogen werden.

Manchmal entwickeln die Fachleute die erforderlichen Komponenten, Baugruppen und Steuerungen selber, manchmal kombinieren sie bestehende Elemente zu einem gesamten System. Sie führen Simulationen durch, entwickeln Herstellungsverfahren, optimieren Werkstoffe und Produktionsabläufe, leiten Sitzungen und Präsentationen.

Was und wozu?

  • Damit bei der Entwicklung von neuen Produkten kein wichtiger Aspekt vergessen geht, erstellt der Systemtechnikingenieur detaillierte Konzepte, in welchen die Bedürfnisse der Kundschaft, die betrieblichen Strukturen und Abläufe sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Faktoren berücksichtigt werden.
  • Damit neu entwickelte Produkte kostengünstig, geeignet für die Serienproduktion, wartungsarm, umweltverträglich und marktfähig sind, sucht die Systemtechnikingenieurin nach innovativen technischen Lösungen.
  • Damit sich sein Aufwand in Grenzen hält, verknüpft der Systemtechnikingenieur, wenn möglich, bestehende Komponenten und Baugruppen mit Steuerungssystemen und entwickelt, wenn dies nicht zielführend ist, selber geeignete Baugruppen.
  • Damit die Produkte den Qualitätsansprüchen entsprechen, kümmert sich die Systemtechnikingenieurin um die Qualitätssicherung.

Facts

Zutritt
Abgeschlossene, mindestens 3-jährige berufliche Grundbildung in einem verwandten Gebiet der Systemtechnik sowie eine technische Berufsmaturität oder Berufspraxis mit Aufnahmeverfahren. Bei einer anderen beruflichen Grundbildung mit Berufsmaturität oder bei gymnasialer Maturität ist ein Jahr Berufspraxis in fachverwandtem Gebiet erforderlich resp. ein Praktikumsvertrag mit einem Systemtechnik-Betrieb.
Ausbildung
3 Jahre Vollzeitstudium, mind. 4 Jahre Teilzeitstudium oder praxisintegriertes Bachelorstudium (für gymnasiale Maturanden und Maturandinnen, möglich an der ZHAW und HSR).

Während des Studiums besteht die Möglichkeit eine von verschiedenen Vertiefungen zu wählen: Mechatronik oder Medizintechnik (ZHAW), Mikrotechnik, Maschinenbau, Elektronik & Regelungstechnik, Ingenieurinformatik, Informations- & Kommunikationssysteme oder Photonik (NTB), Konzeption, Wärmetechnik & Ingenieurwesen, Infotronics, Power & Control oder Design & Materials (HES-SO), Technische Informatik oder Mikrosystemtechnik (FHNW).

Abschluss: Bachelor of Science in Systemtechnik.
Sonnenseite
Systemtechnikingenieure und Systemtechnikingenieurinnen haben ein breites Fachwissen und können deshalb verschiedenste Aufgaben von der Entwicklung bis hin zur Fertigung übernehmen. Sie tragen die Verantwortung für die Planung, Konzeption, Simulation, Optimierung sowie Inbetriebnahme, Fertigung und Wartung der technischen Produkte, Geräte und Anlagen.
Schattenseite
Heutzutage entwickelt sich die Technologie rasend schnell. Systemtechnikingenieure und Systemtechnikingenieurinnen müssen sich dementsprechend stetig fortbilden, um ihre Kenntnisse immer wieder auf den neusten Stand zu bringen.
Berufsalltag
Systemtechnikingenieure und Systemtechnikingenieurinnen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Sie arbeiten in wichtigen Positionen als Projekt- und Entwicklungsingenieure oder als Führungskräfte in Industrie- und Hightech-Firmen, in der Forschung oder der Lehre.

TOP Anforderungen

Interesse an Systemtechnik, analytisches Denken, Technisches Verständnis, Interesse an Naturwissenschaften, lösungsorientiertes Denken, Organisationstalent, Konzentrationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Führungseigenschaften, Kommunikationsgeschick

Karrierewege

Master of Science in Mechanical Engineering, Master of Science in Mechatronics and Automation, Master of Science in Medical Engineering und Master of Science in Photonics. Verschiedene Angebote von Fachhochschulen und Universitäten bzw. ETH auf der Nachdiplomstufe.