Wohntextilgestalter/in EFZ

nähen, schneiden, verarbeiten, füllen, montieren, beraten, verkaufen

Wohntextilgestalter/in EFZ © Michael Zanghellini
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Was macht ein/e Wohntextilgestalter/in EFZ?

Wohntextilgestalter und Wohntextilgestalterinnen verarbeiten selbständig Textilien zu Vorhängen, Polster- und Kissenbezügen sowie anderen Wohnaccessoires bzw. Dekorationselementen. Ihre Erzeugnisse sind in der Regel Einzelanfertigungen. Dazu verwenden sie verschiedenste Stoffe, feinsten Tüll, aber auch Möbelstoffe oder Füllmaterialien. Ihr Gespür für den Zeitgeist ist eine wesentliche Grundlage für ihr kreatives, gestalterisches Schaffen.

Wohntextilgestalter und Wohntextilgestalterinnen sind für sämtliche Arbeitsschritte verantwortlich, vom Ausmessen über den Zuschnitt des Stoffes bis hin zum fertigen Produkt. Die kostbaren Stoffe erfordern überlegtes Zuschneiden und sorgfältige Verarbeitung, zum Teil auch von Hand. Das Nähen mit der Maschine ist jedoch der wesentliche Teil ihrer Arbeit.

Daneben montieren sie Vorhangsysteme, tätigen Verkäufe, erstellen Offerten und beraten die Kundschaft. Dabei versuchen sie, selbst unausgesprochene Wünsche zu erfüllen. In der Regel sind sie in einem Geschäft für Innendekoration tätig oder haben eigene Nähateliers. Mögliche Arbeitgeber sind aber auch Waren- oder Möbelhäuser mit eigenen Nähateliers.

Was und wozu?

  • Damit ein Wohnraum optimal mit textilen Accessoires wie Vorhängen, Bettwaren oder Überzügen für Polster und Kissen eingerichtet werden kann, näht diese der Wohntextilgestalter.
  • Damit die kostbaren Stoffe aus Seide, Leinen oder Kaschmirwolle genau gemessen und zugeschnitten werden können, glättet sie die Wohntextilgestalterin zuvor mit einem Bügeleisen.
  • Damit auch Spitzen oder Vorhangringe, -gleiter oder -haken angebracht werden können, näht der Wohntextilgestalter nicht nur mit der Maschine, sondern auch von Hand.
  • Damit die Kundschaft von einer umfassenden Serviceleistung profitiert, näht die Wohntextilgestalterin nicht nur die Vorhänge, sondern bringt sie gleich selber an.

Facts

Zutritt
Abgeschlossene Volksschule.
Ausbildung
Die Lehre dauert 3 Jahre in einem Näh- oder Innendekorationsatelier.

Dekorationsnäher/in EBA: 2-jährige Grundbildung mit Attest.
Sonnenseite
Wohntextilgestalter und Wohntextilgestalterinnen haben ein feines Gespür für Farben und Formen und beraten die Kundschaft professionell, wenn es darum geht, ihre Wünsche und Ideen umzusetzen. Die Profis sind immer zur Stelle, wenn Privatpersonen, Architektinnen oder Hotels etwas Besonderes anstelle von serienmässig produzierten Wohntextilien wünschen.
Schattenseite
Bei der Gestaltung von Wohntextilien verbringt man einen grossen Teil der Arbeitszeit im Sitzen. Die Arbeit braucht viel Geduld. Dieser Beruf ist nichts für Menschen mit einem ausgeprägten Bewegungsdrang.
Gut zu wissen
Wohntextilgestalter und Wohntextilgestalterinnen arbeiten in Innenausstattungsbetrieben, in der Textilindustrie, in Kaufhäusern oder Möbelhäusern, die über eine hauseigene Näherei verfügen. In ihrem Tagesablauf dreht sich alles um schöne Materialien und Kundenwünsche, egal, wo sie arbeiten. Sie sind auf dem Arbeitsmarkt gefragte Spezialisten und Spezialistinnen.

TOP 10 Anforderungen

sehr wichtig
wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
unverzichtbar
wichtig

Karrierewege als Wohntextilgestalter/in EFZ

Innenarchitekt/in FH Bauingenieur/in FH – Gebäudehülle (Bachelor)

Textil- und Bekleidungstechniker/in HF, Techniker/in HF Bauplanung – Farbgestaltung am Bau (eidg. Diplom)

Innendekorateur/in HFP (eidgenössisches Diplom)

Einrichtungsplaner/in BP, Wohntextilgestalter/in BP, Innendekorateur/in BP, Farbdesigner/in BP (eidg. Fachausweis)

Wohntextilgestalter/in EFZ

Dekorationsnäher/in EBA oder abgeschlossene Volksschule

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