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Detailhandelsfachmann/-frau EFZ Farben

Beschreibung

Detailhandelsfachleute Farben beraten und bedienen die Kundschaft in Farbenfachgeschäften, Verkaufsstellen von Farbproduzenten und Baumärkten. Sie verkaufen ein breites Sortiment von Farben, Lacken und Zubehör für handwerkliche und künstlerische Zwecke.

Detailhandelsfachleute Farben mit Schwerpunkt Beratung verkaufen eine umfangreiche Palette von Farbmaterialien. Dazu gehören zum Beispiel Kunstharz- und Acrylfarben, Silicat- und Zweikomponentenfarben. Im Angebot befinden sich diverse Lack-, Beiz- und Lasursysteme sowie Werkzeuge und Geräte für den Malerbedarf wie Bürsten, Pinsel, Roller, Tapezierwerkzeuge und Abdeckmaterial. Die Berufsleute bieten Ölfarben und Malleinen an oder informieren über Vergoldungs- und Bronziertechniken. Im Farbenfachgeschäft gibt es ausserdem Tapeten und Wandbeschichtungen wie zum Beispiel Papier-, Textil- und Naturtapeten sowie Grund- und Untertapeten.

Die Kundschaft von Detailhandelsfachleuten Farben ist ganz unterschiedlich. Sie besteht aus qualifizierten Handwerksleuten, aus Kunstschaffenden oder aus Personen, die Ratschläge zu Renovationen brauchen oder eine gestalterische Freizeitbeschäftigung suchen. Freundlich und fachkundig erklären Detailhandelsfachleute Farben den Kunden Eigenschaften, Zusammensetzungen, Vor- und Nachteile von Farben und Lacken. Wichtig ist ein gutes Auge für Farbnuancen und ein sicheres Farbunterscheidungsvermögen, da sie oft Farben auf Bestellung mischen müssen. Die enorme Produktvielfalt erfordert eine übersichtliche und attraktive Präsentation, welche die Verkaufsförderung positiv beeinflusst. Die Berufsleute sind auch verantwortlich, dass die Waren im Verkaufsgeschäft korrekt mit Preisen und Bezeichnungen angeschrieben sind.

Im Schwerpunkt Bewirtschaftung befassen sich Detailhandelsfachleute Farben mit dem Warenfluss und sind oft im Verkaufslager anzutreffen. Bei den Lieferfirmen bestellen sie die Waren, die sie nach dem Eintreffen auspacken, kontrollieren und in die Regale einordnen. Im Lager achten sie auf Ordnung und Übersicht. Mobile Datenerfassungsgeräte verschaffen ihnen jederzeit einen Überblick über den Warenfluss, so dass sie wissen, wann neue Waren bestellt werden müssen. Sie erfassen Preis-, Kunden- und Artikelinformationen und werten die Kennzahlen aus. Das Ergebnis liefert ihnen wichtige Hinweise für die betriebsinterne Sortimentsgestaltung.

Anforderungen

  • Du hast die Schule auf oberster oder mittlerer Stufe mit guten Leistungen abgeschlossen
  • Verkauf und Beratung macht dir Freude
  • Du bist gerne in Kontakt mit verschiedenen Menschen
  • Du hast gute Umgangsformen
  • Du bist mündlich und schriftlich Sprachgewandt
  • Du hast eine gute Auffassungsgabe
  • Du bist ein Organisationstalent
  • Du hast ein Flair für Zahlen
  • Du sprichst auch Fremdsprachen
  • Dein Verhalten ist kundenorientiert
  • Administrative Tätigkeiten interessieren dich
  • Computerarbeit macht dir Freude
  • Das Zehnfingersystem beherrschst du

Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung machst du in einem Verkaufsgeschäft. Im dritten Jahr wählst du einen der zwei Schwerpunkte Bewirtschaftung oder Beratung. Im Betrieb hast du folgende Bildungsschwerpunkte:

  • Betriebskenntnisse
  • Sortimentskenntnisse
  • Beratung
  • Bewirtschaftung

Zusätzlich bist du an 1.5 Tagen in der Berufsfachschule. Dort hast du folgende Fächer:

  • Deutsch
  • Fremdsprache
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft
  • Detailhandelskenntnisse
  • Allgemeine Branchenkunde

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Nach bestandenem Qualifikationsverfahren am Ende der drei Jahre bist du Detailhandelsfachmann/-frau mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis.

Zukunft

Deine Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten deines Betriebs.

Nach Abschluss der beruflichen Grundbildung ist ein Branchenwechsel möglich. Ausserdem bestehen vielfältige Laufbahn- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Detailhandel oder im kaufmännischen Bereich.

Berufsprüfung (BP) mit eidg. Fachausweis, z.B.:

  • Detailhandelsspezialist/in
  • Einkaufsfachmann/-frau
  • Führungsfachmann/-frau
  • Marketingfachmann/-frau
  • Verkaufsfachmann/-frau Fachrichtung Innen- oder Aussendienst

Höhere Fachprüfung (HFP), z.B.:

  • Detailhandelsmanager/in mit eidg. Diplom
  • Einkaufsleiter/in mit eidg. Diplom
  • Dipl. Marketingleiter/in
  • Dipl. Verkaufsleiter/in
  • Dipl. Führungsexperte/-expertin

Höhere Fachschule, z.B.:

  • Dipl. Betriebswirtschafter/in HF
  • Dipl. Marketingmanager/in HF

Fachhochschule, z.B.:

  • Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie

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Quelle: berufsberatung.ch