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Mediamatiker/in EFZ

Beschreibung

Mediamatiker und Mediamatikerinnen sind kreative Gestalter von Informationen. Als Fachleute für die medien-übergreifende Informationsaufbereitung sind sie immer dabei, wenn Informationen über neue Medien verbreitet werden sollen. Das heisst, sie haben überdurchschnittliche Kenntnisse im Produzieren und Verwenden von Multimedia. Dabei geht es um Aufgaben in Gestaltung und Design, Marketing, Kommunikation und Projektentwicklung. Sie beherrschen die dafür nötigen Informatikmittel genauso wie die dazugehörigen, administrativen Abwicklungen.
So bearbeiten sie beispielsweise die vielen Informationen, die man im Internet findet. Das erforderliche Bildmaterial, Filme, Musik, Texte sowie Audiodateien binden sie ziel- und fachgerecht ins Internet ein. Sie entwickeln und gestalten Inhalte und ganze Datenbanken, Prospekte für Anlässe und Produkte. Diese stellen sie kundengerecht, verständlich und lesefreundlich dar. Dazu verwenden sie Informatikwerkzeuge wie HTML, CSS, Javascript, Photoshop, Flash und Datenbanken.

Mediamatiker und Mediamatikerinnen finden Aufgaben in Unternehmen der Dienstleistungsbranche sowie in Industrie und Gewerbe. Da sie oft auch hausinterne Fachstellen koordinieren und vernetzen, kommunizieren sie mit Verlagshäusern, Druckereien, Informatikfirmen sowie internen und externen Kunden. Mit seinen vielen kommunikativen und gestalterischen Aspekten eignet sich der Beruf speziell auch für Frauen.

Anforderungen

Abgeschlossene obere Volksschulstufe mit guten Leistungen in Mathematik und Sprachen.

Interesse an neuen Medien, Kreativität, logisch-abstraktes Denkvermögen, rasche Auffassungsgabe, Offenheit, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Wissbegier, Selbständigkeit, gute Umgangsformen.

Ausbildung

4 Jahre berufliche Grundbildung.
Die Lernenden besuchen die Berufsfachschule in der Regel während zwei Tagen, im letzten Lehrjahr während einem Tag pro Woche. Je nach Kanton gibt es Modelle, die von dieser Regel abweichen (z.B. Basislehrjahr, Informatikmittelschulen etc.). Parallel dazu besuchen die Lernenden fünf überbetriebliche Kurse à je fünf bis sechs Tage – verteilt auf vier Lehrjahre (Total: 26 Tage).

Verkürzte Lehre:
Für Maturandinnen und Maturanden besteht die Möglichkeit einer verkürzten 2-jährigen beruflichen Grundbildung («way-up»). Für sie und für alle Lernenden mit erfolgreich abgeschlossener Berufsmaturitätsschule ist der Zugang zur Fachhochschule prüfungsfrei.

Zukunft

Mediamatiker und Mediamatikerinnen verfügen über eine solide Basis und breite, allgemeine Kenntnisse. Nach der Grundausbildung konzentrieren sie sich – je nach Stärken und Interessen – auf einen bestimmten Fachbereich und entwickeln sich in diesem weiter. Höhere Berufsbildung ist in der Mediamatik ein Muss und eröffnet viele Karrieremöglichkeiten.

Berufsprüfungen: Mediamatiker/in, Techno-Polygraf/in, Wirtschaftsinformatiker/in, ICT-Applikationsentwickler/in oder ICT-System- und Netzwerktechniker/in mit eidg. Fachausweis.

Verschiedene höhere Fachprüfungen: Dipl. Web Project Manager/in, dipl. ICT-Manager/in oder dipl. ICT Security Expert.

Höhere Fachschulen: Dipl. Marketing-Manager/in HF, dipl. Techniker/in HF für Informatik, dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF.

Studium an einer Fachhochschule: Bachelor of Science (FH) in Medieningenieurwesen, Informatik oder Wirtschaftsinformatik, Bachelor of Arts in visueller Kommunikation.

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Quelle: berufsberatung.ch