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Gärtner/in EBA

Beschreibung

Die gärtnerische Arbeit gilt als ein Heilmittel, das hilft, Ordnungen und Rhythmen wiederherzustellen, die beschädigt worden oder abhandengekommen sind. Gärtnerinnen und Gärtner EBA tragen ihren Teil dazu bei, dass in unseren Gärten Pflanzen erblühen. Sie bereiten Lieferungen vor, erledigen betriebliche Unterhaltsarbeiten, produzieren, vermehren, sähen und pflanzen an, giessen, pflegen und schützen die Pflanzen. Sie wissen, was Pflanzen zum Leben brauchen und wählen für jeden Ort die Pflanzen aus, die dort gut wachsen können. Dazu müssen sie sich mit dem Wetter und der Bodenbeschaffenheit auseinandersetzen.

Gärtner und Gärtnerinnen EBA achten darauf, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Im Berufsalltag schützen sie ihre eigene Gesundheit, indem sie bei gefährlichen Arbeiten Handschuhe, Gesichts- und Gehörschutz tragen. Einen Grossteil ihrer Arbeit erledigen sie im Team. Dabei bewegen sie sich viel und sind oft draussen, was dazu führt, dass der Beruf als körperlich anstrengend eingestuft wird. Während der Lehre spezialisiert man sich auf eine von verschiedenen Fachrichtungen: Garten- und Landschaftsbau, Pflanzenproduktion.

Garten- und Landschaftsbau: Gärtner und Gärtnerinnen EBA der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau kümmern sich vorwiegend um Kundengärten und Grünflächen auf Baustellen. Sie gestalten Parks, Garten-, Spiel- und Sportanlagen, die angebaut, unterhalten oder abgeändert werden müssen. Sie erstellen Wege, Plätze, Treppen und Mauern. Zur Verschönerung legen sie auch Pflanzenbeete und Rasenflächen an. Zu ihrer Arbeit gehört beispielsweise das Rasenmähen, Holzhäckseln oder Laubrechen. Sie arbeiten unter Anleitung im Team, von Hand, mit Werkzeugen sowie grösseren und kleineren Maschinen und tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, die Umgebung zu gestalten und zu erhalten, sowie den Wohnraum zu erweitern.

Pflanzenproduktion: Gärtner und Gärtnerinnen EBA der Fachrichtung Pflanzenproduktion sind nicht nur im Freiland, sondern auch in Kulturräumen von Baumschulen, Staudengärtnereien und Zierpflanzenbetrieben tätig. Dort haben sie hauptsächlich mit der Vermehrung und Pflege von Zier- und Nutzpflanzen zu tun, mit Blumen, Stauden, Nadel- oder Obstbäumen. Sie helfen beim Kultivieren der Pflanzen von Hand, mit Hacken, Schaufeln und Heckenscheren. Sie benutzen aber auch Maschinen zum Eintopfen, bedienen Bodenfräsen und Bewässerungsanlagen oder fahren Wagen zum Transportieren der Pflanzen. Zu ihrer Arbeit gehört auch die Vorbereitung der Pflanzen auf den Verkauf.

Anforderungen

  • Du hast die Schule abgeschlossen
  • Draussen und im Team zu arbeiten macht dir Spass
  • Du magst Pflanzen und arbeitest gerne mit ihnen
  • Deine Hände sind geschickt und kräftig
  • Du hast Kraft und bist beweglich
  • Du hast praktisches Verständnis
  • Geduld und Genauigkeit sind keine Fremdwörter für dich
  • Du bist bei guter Gesundheit (Keine Allergien gegen Pollen)
  • Wind und Wetter machen dir nichts aus
  • Du arbeitest gerne mit Maschinen

Ausbildung

Die zweijährige Ausbildung in einer der Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau oder Pflanzenproduktion machst du in einem Gärtnerbetrieb der entsprechenden Fachrichtung. An einem Tag pro Woche bist du in der Berufsfachschule. Dort hast du folgende Fächer:

  • beide Fachrichtungen: Liefervorbereitung, betriebliche Unterhaltsarbeiten, Pflanz- und Saatarbeiten, Pflanzenernährung und -schutz, Pflanzenkenntnisse und –verwendung
  • je nach Fachrichtung: Garten- und Grünflächenpflege, Garten- und Landschaftsbau oder Pflanzenproduktion, Pflanzenvermehrung

Nach bestandenem Qualifikationsverfahren am Ende der zwei Jahre bist du Gärtner/in mit eidgenössischem Berufsattest.

Zukunft

Als Gärtner/in bist du bei jeder Witterung - bei Wind, Regen und Kälte - draussen tätig.Die Arbeitsbelastung ist oftmals sehr hoch. Sowohl der Lehrstellen- als auch der Arbeitsmarkt unterscheiden sich je nach Region und Fachrichtung.

Als Gärtner/in EBA kannst du eine verkürzte Lehre als Gärtner/in EFZ machen. Danach sind die gleichen Weiterbildungen möglich wie für Gärtner/innen EFZ.


Quelle: berufsberatung.ch