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Die Berufswahl von Janik

Berufe von Comicfiguren
Janik hat seine Berufswahl abgeschlossen. Doch wie hat er die Berufswahl erlebt und wie hat er sich gefühlt? Er erzählt es uns in diesem Blogbeitrag.

Vorbereitung

Gestartet hat meine Berufswahl in der zweiten Oberstufe ab der ersten Woche. In der ersten Oberstufe hatten wir noch gar nichts damit zu tun.

Wir setzten und zuerst grob mit Berufswahlkategorien auseinander, wie zum Beispiel handwerkliche Berufe, Berufe am Computer, Berufe mit Menschen und so weiter… So konnten wir langsam und auf einem guten Weg die Vielfältigkeit der Berufe erkunden und unsere Interessen erkennen. Mit Fragebögen und diversen Selbsttests haben wir ebenfalls noch etwas genauer geschaut, wo unser Interessenfeld liegt und wo wir uns mehr vertiefen konnten. Nach einem Vierteljahr Theorie thematisierten wir in der Schule, wie man sich auf eine Anfrage für eine Schnupperlehre vorbereitet. Wir haben diverse Telefonübungen gemacht und konnten so Sicherheit gewinnen, denn ich kann es von mir selbst sagen, am Anfang denkt man «Jaja, schnell anrufen und Termin vereinbaren…». Jedoch ist es einfach so, dass wenn du dann wirklich anrufst, doch nervös bist und plötzlich vielleicht ein Blackout hast. Darum kann ich dir nur empfehlen, dass du dich gut vorbereitest und dir die Fragen und später auch die Antworten notierst. Das zweite halbe Sekundarschuljahr verlief sehr individuell mit Schnupperlehren und Vorbereitung auf die Lehrstellensuche und Bewerbungsgespräche, dazu aber in anderen Blogs mehr.

Ich habe die Berufswahl sehr spannend erlebt. Ich konnte meine beruflichen Interessen neu kennenlernen. Zum Beispiel habe ich durch einen Fragebogen herausgefunden, dass mich die Gastronomie (Restaurant und Hotel) interessiert. Mir der Zeit merkte ich jedoch, dass es doch nicht so meins ist. Deshalb sagte ich dann auch die Schnupperlehre ab, obwohl durch Corona wäre sie wahrscheinlich sowieso ins Wasser gefallen…

Mein früherer Berufswunsch und wie ich den Beruf Mediamatiker entdeckte

Wie du ja sicher bereits weisst, werde ich im Sommer eine Lehrstelle als Mediamatiker antreten. Dies war aber nicht von Anfang an mein Lieblingsberuf. Mein Plan war eigentlich seit der 5. Klasse, dass ich an die PMS gehe und dann Lehrer werde. Jedoch merkte ich in der 2. Oberstufe, dass ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte, weiterhin täglich in die Schule zu gehen. Somit warf ich den PMS-Plan über den Haufen. Er war bis zur definitiven Lehrstellenzusage mein Plan B. So ging ich trotzdem an die Kantiprüfung und bestand sie. Somit hatte ich eine Notlösung, falls ich keine Lehrstelle finden würde.

Den Beruf Mediamatiker entdeckte ich durch meine Eltern. Da ich merkte, dass ich nicht an die PMS wollte, war ich auf der Suche nach einem Beruf, der mir gefallen würde. Mein Vater, der auch Lehrer ist und sich mit der Berufswahl gut auskennt, erzählte mir von dem Beruf und fragte mich, ob das mir nicht gefallen würde. Ich kannte diesen Beruf nicht, war aber von Anfang an begeistert und wusste, das ist mein Beruf.

An dieser Messe werden etwa 150 verschiedene Berufe an verschiedenen Ständen vorgestellt.

Berufswahl-Veranstaltungen

Mit der Schulklasse besuchten wir viele Berufswahl-Anlässe. So nahmen wir an der Berufsmesse in Weinfelden teil, welche einmal pro Jahr stattfindet. An dieser Messe werden etwa 150 verschiedene Berufe an verschiedenen Ständen vorgestellt. Fachleute präsentieren ihren Beruf und meistens kann man eine kleine Aktivität, einen Wettbewerb oder sonst etwas an diesem Stand machen. Ich empfehle dir sehr, diese Messe zu besuchen, denn dabei kannst du deine ersten Erfahrungen sammeln, bei den Berufen, die dich interessieren und du kannst mit Leuten sprechen, die diesen Beruf selber ausüben. Meistens sind auch Lehrlinge vor Ort.

Man ist dort nicht alleine dabei, sondern in einer Gruppe mit anderen Teenagern.

Ein anderer Anlass ist der Berufswahl-Parcours. Im Bezirk Frauenfeld (Kanton Thurgau) gibt es diesen Anlass ebenfalls ein Mal pro Jahr. Man kann auf einem Anmeldeformular drei Berufe ankreuzen, die man gerne näher kennenlernen möchte. Dann wird von jeder Person die Anmeldung aufgenommen und man wird während zwei Tagen drei Firmen oder Läden zugeteilt, wo man für einen bestimmten Zeitraum schnuppern kann. Dies ist eine riesige Organisation, aber es hilft einem extrem, denn es ist die erste Schnupperlehre, die man erleben kann und für einen organisiert wird. Man ist dort nicht alleine dabei, sondern in einer Gruppe mit anderen Teenagern. Ich persönlich besuchte die Berufe: Informatiker, KV Bank und Mediamatiker. Mir persönlich hat der Parcours sehr geholfen, denn danach war ich mir sicher, dass der Beruf Informatiker definitiv nichts für mich ist. An der KV Bank-Lehre war ich immer noch interessiert und meldete mich später für eine Schnupperlehre an. Aber davon möchte ich in einem anderen Blog mehr erzählen… Der Beruf Mediamatiker blieb mein Favorit und ich freue mich, dass ich ihn ab dem Sommer lernen darf.

Liebe Grüsse, bleib gesund und bis zum nächsten Mal - Janik

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