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Mein Vorstellungsgespräch

Janik erzählt, wie er sich auf sein Vorstellungsgespräch vorbereitet hat und wie es abgelaufen ist. Er hat auch den ein oder anderen Tipp für dich und dein Vorstellungsgespräch.

Hallo, und willkommen zur nächsten Ausgabe meines Blogs! Heute dreht sich alles um mein Vorstellungsgespräch. Wie du ja vielleicht schon weisst, musste ich mich zum Glück nur einmal bewerben und vorstellen. Heute möchte ich dir erzählen, wie ich mich vorbereitet habe und wie es dann ablief.

Vor dem Gespräch

Als ich die Einladung für mein Gespräch bekam, war ich einerseits natürlich sehr glücklich, andererseits natürlich auch sehr nervös. Ich fragte mich oft, wie das Gespräch ausgehen würde und was sie mich echt fragen könnten.

Mit diesen «Standard-Fragen», wie ich sie gerne nenne, also zum Beispiel «Warum bist genau du besonders geeignet für diese Lehrstelle?» oder «Was sind deine Stärken (bzw. Schwächen)?» Ich habe mir viele solche Fragen gestellt und die Antworten auf einen Block geschrieben. Die Antworten habe ich immer wieder angeschaut und sprechen geübt. So bereitete ich mich auf das Gespräch vor und ging dann erwartungsvoll an den Termin nach Zürich.

Während der Zugfahrt schaute ich ein letztes Mal meine Notizen durch und machte mich startklar. Zehn Minuten zu früh kam ich dann beim Gebäude an und wartete, bis man mir die verschlossene Tür öffnete. Aber es passierte nichts. Ich wartete und wartete… Jederzeit konnte man bei der Hotline anrufen, wenn man Fragen oder sonst eine Anregung hatte, jedoch war genau zu diesem Zeitpunkt niemand erreichbar.

Ungefähr fünf Minuten nachdem das Gespräch hätte starten sollen, kam ein Lehrling zur Tür hinaus und ich fragte ihn, ob ich reindürfte, denn mittlerweile war mir ziemlich kalt geworden. Er liess mich hinein und so wartete ich nochmals ein Weilchen. Schlussendlich kamen die beiden Mitarbeiter, mit denen ich das Gespräch hatte, ca. 15 Minuten nach offiziellem Gesprächsbeginn. Sie entschuldigten sich für die Verspätung, denn scheinbar ging das letzte Gespräch ebenfalls schon länger als gedacht. Ich war jedoch nur schon froh, dass es endlich geklappt hatte und das Gespräch nun starten konnte.

Während des Gesprächs

Total dauerte das Gespräch mehr als eine Stunde. Und anschliessend war ich todmüde.

Jedoch merkte ich ziemlich schnell, dass die Fragen, auf die ich mich vorbereitet hatte, nicht gefragt wurde. Während dem ganzen Gespräch ging es selten um die Lehrstelle und die Swisscom, sondern um mich, meine persönlichen Werte, Ziele, Hobbys und so weiter. Ich merkte schnell, dass ich dieses Gespräch spontan führen musste und meine Notizen vergessen konnte. So machte ich das Ganze auch. Ich wurde zum Beispiel gefragt, wie bei mir eine normale Alltagswoche aussieht, was mein letzter Fehler gewesen war, was meine Eltern über mich erzählen würden, wie ich mit spontanen längeren Arbeitszeiten umgehen würde und so weiter…

So verlief das ganze Gespräch. Total dauerte das Gespräch mehr als eine Stunde. Und anschliessend war ich todmüde. Ich setzte mich in den nächsten Zug und fuhr so schnell wie möglich nach Hause.

Nach dem Gespräch

Während der Fahrt ging ich das ganze Gespräch nochmals im Kopf durch und ich war mir immer weniger sicher, ob ich den nötigen Eindruck für diese Stelle wirklich gemacht hatte. Denn am Ende zählt wirklich nur der Eindruck, den man hinterlassen hat. So ging ich müde und ein wenig niedergeschlagen nach Hause und war froh, dass ich alles hinter mir hatte. Und dann ging die Wartezeit los.

Tatsächlich bekam ich nach ziemlich genau einer Woche ein Telefon von der Swisscom, indem sie mir mitteilten, dass sie mir gerne eine Lehrstelle anbieten würden. Aber diese Story kennst du bereits aus einem früheren Blog.

Rückblickend kann ich definitiv betonen, wie wichtig es ist, dass man sich gut vorbereitet.

Ich kann es dir sehr empfehlen, Fragen und Antworten zu notieren und sich selber zu stellen.

Auch wenn ich nicht explizit so gefragt wurde, half die Vorbereitung ganz sicher bei den spontanen Antworten. Ebenfalls ein wichtiger Tipp ist, dass du dich bestens über die Firma und die Lehre informierst, denn bei mir (und auch anderen aus meiner Schule) haben die Gesprächspartner oft gefragt, wie die Lehre denn abläuft und was man alles über den Betrieb weiss. So kann man auf jeden Fall punkten.

So, ich hoffe, ich konnte dir etwas mitgeben und wenn du bald mal ein Vorstellungsgespräch haben solltest, wünsche ich dir viel Erfolg und alles Gute!

Bis zum nächsten Mal - Janik

| von Janik

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