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Start ins zweite Lehrjahr

Schon bald kommt Helena in das zweite Lehrjahr und einiges wird sich für sie ändern, sobald ihre Sommerferien zu Ende sind.

Selbstständigkeit

Auf jeden Fall werde ich viel selbstständiger als im ersten Jahr arbeiten. Bereits jetzt, gegen Ende des ersten Lehrjahres, darf ich auch schon vieles mehr selbständig erledigen. Die meisten Arbeiten in der Fahrradwerkstatt kenne ich nun und habe eine gewisse «Routine» an meinem Arbeitsplatz entwickelt. Viele Aufträge mache ich ganz alleine und muss auch nicht immer alles kontrollieren lassen.
Dies zeigt, dass ich mehr Verantwortung übernehme und mir mehr Vertrauen geschenkt wird. So kann ich dann auch an den wertvolleren Fahrrädern und ohne ständige Kontrolle arbeiten. Ich darf mir mittlerweile auch Arbeit selbständig vom Arbeitsplan nehmen und muss nicht mehr auf eine Zuteilung warten.

Neue Aufgaben

Es kommen nun ein paar neue Arbeiten dazu, welche ich bisher noch nicht übernommen habe.
Zum Beispiel spezielle Aufgaben an E-Bikes. Ich arbeite dann vermehrt an den Motoren und mit den Betriebssystemen. Ich bin auch interessiert an Zubehör für E-Bikes, wie z.B. Lichtanlagen oder Akku-Erweiterungen an Motoren anzubringen. Auch befasse ich mich bei «normalen» Fahrrädern mit neuen Aufträgen, wie z.B.

  • Revision der verschiedenen Lager im Steuerrohr oder in den Radnaben
  • bei Fullys* die Hinterbau-Lager kontrollieren und erneuern
  • Dämpfer- und Gabel-Services

(* ein Fully ist ein «Full Suspension Bike», englisch für «voll gefedertes Fahrrad»; bei diesen Bikes wird nicht nur die Gabel, sondern auch der Hinterbau gedämpft)

Mein Lohn wird im 2. Lehrjahr angepasst und ich erhalte CHF 200.– mehr pro Monat für meine Leistung.

Kunden beraten

Auch im Verkauf werde ich mehr gefordert. Mit der Zeit bekomme ich immer mehr Übung darin und muss nicht mehr so oft meine Kollegen fragen. Dann werde ich auch mehr für richtige Verkaufsgespräche von den eher teureren Fahrrädern eingesetzt und kann den Kunden bessere fachliche und technische Auskünfte geben.

ÜK und Berufsschule wird anspruchsvoller

Die überbetrieblichen Kurse im Winter werden ebenfalls ein paar mehr sein und vor allem auch anspruchsvoller als im ersten Jahr. Da kommt z.B. ein ganzer Kurs über das Schweissen dazu.

Auch in der Berufsschule wird sich einiges ändern. Ich werde viel mehr Hausaufgaben bekommen, da wir im zweiten Lehrjahr schon die Probevertiefungsarbeit schreiben werden. In diese wird, laut aktuellen Lehrlingen aus dem Zweiten, sehr viel Arbeit gesteckt und viel von meiner Freizeit beansprucht.
Das alles natürlich zur Übung, dass wir im Dritten dann mit der richtigen Vertiefungsarbeit nicht so überfordert sind und so etwas nicht zum ersten Mal machen müssen. So gesehen geht das mit der Probevertiefungsarbeit in Ordnung.
Zu dem starten wir nach den Ferien in Fachkunde mit einer schulinternen Abschlussarbeit, für welche wir im Ganzen zwei Jahre Zeit bekommen. In dieser Zeit müssen wir ein selbst entworfenes Fahrrad bauen.

Reise nach Hamburg

In das zweite Lehrjahr starte ich, direkt nach meinen Ferien, mit einer zweitägigen Reise nach Hamburg. Ich fliege mit einem meiner Kollegen dort hin. Wir besuchen eine Händlermesse, wo wir alle neuen Modelle und Produkte der Marke Stevens für das nächste Jahr präsentiert bekommen. Die Messe können wir zwei Tage lang besuchen und haben am ersten Abend sogar ein Abendprogramm durch Hamburg geplant. Ich freue mich sehr, dass ich als Lehrling von meinem Chef dafür eingeladen werde.

Ich persönlich freue mich sehr auf das nächste Lehrjahr, trotz den vielen Hausaufgaben, die auf mich zukommen werden. Die neuen Aufgaben in meinem Lehrbetrieb klingen für mich ziemlich spannend.

Bis zum nächsten Blog – Helena

 

| von Helena

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