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Wie ich meinen Traumberuf fand

Den passenden Beruf zu finden, ist nicht immer einfach. So erging es auch Stella und sie schnupperte in diversen Berufen, besuchte verschiedene Fachstellen und bewarb sich - bis sie ihren Traumberuf gefunden hat.

Meine Berufswahl war ziemlich kompliziert, aber beginnen wir mal von vorne.

So richtig begonnen hat die Berufswahl bei mir in der zweiten Sekundarstufe. In der Schule haben wir uns intensiv mit der Berufswelt beschäftigt und auch bei mir Zuhause haben wir viel darüber gesprochen. Doch ich hatte wirklich keine Ahnung was mich interessieren könnte. Meine Mutter war mir aber eine sehr grosse Stütze, sie hat mir bei jedem kleinen Schritt geholfen und mich beraten.

In den Herbstferien war es dann so weit. Ich ging das erste Mal schnuppern, und zwar als Bäckerin / Konditorin bei einer Bäckerei. Ich war unglaublich aufgeregt, doch als ich dann da war, war die Aufregung verflogen. Es war eine tolle Erfahrung, doch der Beruf gefiel mir nicht. Danach hatte ich erstmal eine kleine Pause.

Von der Schule aus haben wir eine Schnupperwoche bekommen. Dort bin ich als Confiseurin und als Hotelfachfrau gegangen. Leider musste ich das Schnuppern als Hotelfachfrau frühzeitig abbrechen, da es mir wirklich nicht gefallen hat und das Team war mir sehr unsympatisch. Doch es war eine Erfahrung Wert. Doch die Schule gab uns nochmals eine Möglichkeit in verschiedene Berufe zu schnuppern. Wir bekamen eine Auswahl an verschiedenen Berufen und durften uns an zweien anmelden. Ich habe mich für Fotografin und für Bäckerin angemeldet. Leider mussten wir und schon vor den Herbstferien für diese Kurse anmelden und darum bin ich dann zweimal in einer Bäckerei schnuppern gegangen.

Als Teenager hat man immer viel anderes zu tun als sich um eine Lehrstelle zu kümmern.

Leider waren diese Berufe alles nichts für mich. Das Schnuppern hat mich immer sehr viel Energie gekostet und es war nicht immer alles einfach. Als Teenager hat man immer viel anderes zu tun als sich um eine Lehrstelle zu kümmern. Eigentlich wollte ich das auch nicht. Mein Traum war es immer zu schauspielern und dies auch zu meinem Beruf zu machen. Also bin ich im Frühling 2020 nach Stuttgart gegangen und habe mich beraten lassen. Leider kam dabei raus das ich noch viel zu jung bin, um in eine Schauspielschule zu gehen. Also hiess es weiter nach Lehrstellen suchen.

Mit meiner Mutter war ich eine paar Mal bei verschiedenen Berufsberatern und es kam immer dasselbe raus: Raumausstatterin. Also bin ich in den Frühlingsferien 2020 als Raumausstatterin schnuppern gegangen. Der Beruf an sich gefiel mir, aber das Team war mir wieder nicht so sympathisch. Danach wollte ich nochmals schnuppern gehen, aber leider wurde es danach kompliziert, da Covid-19 auftauchte. Daher bekam ich nur noch absagen. Also informierte ich mich über aktuelle Praktikumsstellen, doch ich bekam bei allen Firmen absagen. Doch später hat sich eine Maskenwerkstatt gemeldet und ich durfte an ein Vorstellungsgespräch. Das lief sehr gut und sie haben mir die Stelle auf den Sommer 2021 angeboten. Hätte jedoch kein Geld verdient, weshalb ich absagen musste.

Nach den Sommerferien war ich im letzten Schuljahr und ich musste mich beeilen.

Die ersten Mitschüler hatten schon eine Lehrstelle und das hatte einen gewissen Druck auf mich gesetzt.

Irgendwann bin ich auf den Beruf FaBe, Fachfrau Betreuung mit Kindern gestossen. Ich liebe Kinder und gehe auch regelmässig Babysitten. Also dachte ich mir, geh doch mal schnuppern. Schaden tut’s ja sowieso nicht. Der Beruf hat mir sehr gut gefallen, doch ich habe am Anfang schon gemerkt, dass dieser Ort nichts für mich war. Deswegen habe ich mich in der Kita in meinem Dorf beworben. Als die drei Schnuppertage vorbei waren, musste ich mich sofort bewerben. Es hat mir unglaublich gut gefallen, was ich nicht gedacht hätte, wenn ich ehrlich bin, denn nach dem ersten Mal schnuppern war ich mir ziemlich unsicher. Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf, den ich jedoch verpasst hatte. Ich habe zurückgerufen, doch habe die Leitung der Kita nicht erreicht. So ging es ein paar Tage weiter, bis wir uns erreicht haben. Und sie haben mir tatsächlich mitgeteilt das ich die Stelle haben dürfe. Ich habe sofort zugesagt.

Ich muss sagen, die Zeit, mit der ich mich mit der Berufswahl auseinandergesetzt habe, war nicht die leichteste. Es hat vieles nicht geklappt und ich wurde manchmal auch enttäuscht. Doch es waren alles Erfahrungen, aus denen ich lernen konnte und mich nur noch mehr gepusht haben.

Und an die Leute, die die Berufswahl noch vor sich haben, lasst euch nicht unterkriegen, wenn es mal nicht funktioniert, ihr werdet ganz bestimmt die richtige Stelle finden.

Bis zum nächsten Mal.

| von Stella

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