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Berufswahl in der Schule

So haben wir die Berufe in der Schweiz kennen gelernt

Das Thema Berufswahl wurde bei uns in der Schule vor allem in der 8. Klasse behandelt, also dann, wenn das Thema sehr präsent für die Schülerinnen und Schüler ist. Informationen dazu erhielten wir in meinem Fall im Fach Deutsch. Mit verschiedenen Arbeitsdossiers und Aufträgen wurde nicht nur die Berufswahl behandelt, sondern auch die Bewerbungen nach der Wahl des Berufes. So schrieben wir etliche Probebewerbungen (d.h. Lebensläufe und Motivationsschreiben) nieder.

Am Progymnasium, an welchem ich zur Schule gehe, haben wir das Thema ebenfalls behandelt, jedoch denke ich, dass es an Sekundarschulen anderer Niveaus tiefgründiger unter die Lupe genommen wird. Das hat sicher damit zu tun, dass an der Schule, welche ich derzeit besuche, die Schülerinnen und Schüler in erster Linie auf das Gymnasium vorbereitet werden. Besonders früher gab es nur Wenige, welche nach den neun obligatorischen Schuljahren vom Progymnasium sofort in eine Berufslehre einstiegen. Der Schwerpunkt lag während diesen Schuljahren also oft noch nicht bei Lehrstellen, sondern auf Vorbereitungen für die Matura, und später dann das Studium.

Heute ist das etwas anders. Bereits an den Infoabenden des Gymnasiums wird vermehrt auf die Möglichkeit einer anspruchsvollen Berufslehre hingewiesen. Ebenso gibt es mittlerweile doch einige Schülerinnen und Schüler, die nach den obligatorischen Schuljahren im höchsten Niveau direkt eine Berufslehre und z.B. parallel die Berufsmatura absolvieren. Deswegen bin ich auch der letzte Jahrgang, bei welchem dieses Thema im Fach Deutsch unterrichtet wurde. Mit dem neuen Schulsystem (Harmos), welches die jetzigen Achtklässler durchlaufen, wurde auch das Fach Berufswahl in den Stundenplan aufgenommen. Persönliche Erfahrungen mit diesem Fach habe ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass in etwa dasselbe unterrichtet wird.

Zudem gibt es den jährlichen Gendertag im Herbst, welcher den Schülerinnen und Schülern eine Einsicht ins Berufsleben gewährt. Durch verschiedene Themen – bei uns waren es Einblicke in den Beruf der Eltern sowie in den Haushalt, Interviews mit frei wählbaren Berufstätigen und Vorträge von Berufsleuten – wurde die Vielfältigkeit der verschiedenen Tätigkeiten erläutert.

Ich fühle mich so also ziemlich gut vorbereitet, obwohl auch eigene Bemühungen wie zum Beispiel eine Schnupperlehre oder Ähnliches nicht von Schaden sind. Solche Besuche dürfen in der Regel auch während der Schulzeit erledigt werden. Auch wenn heute der erlernte Beruf bei vielen oftmals kein lebenslanger Begleiter sein wird, finde ich die sorgfältige Wahl trotzdem wichtig.

Janine Nussbaumer

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