Der Weg zum neuen Basic Check®
Der Basic Check® ist eine berufsneutrale Eignungsanalyse, bei der sprachlich, mathematische Schulkenntnisse und basale kognitive Fähigkeiten breit abgefragt werden. Die Ergebnisse können zu den Anforderungen der unterschiedlichen Berufe aus den 22 Berufsfeldern der Schweiz in Bezug gesetzt werden, sodass die individuelle Passung zu den unterschiedlichsten Berufen überprüft werden kann. Für Personen in der beruflichen (Um-)Orientierungsphase liefert er, neben den Interessen (WayFi® Berufswahlanalyse), Hinweise zur Passung von Fähigkeiten zu beruflichen Anforderungen. Für Unternehmen ist er eine hervorragende Ergänzung in Bezug auf allgemeine kognitive Fähigkeiten zu den Resultaten aus Schnuppertagen, Noten oder auch Bewerbungsgesprächen und wird schweizweit vielfältig eingesetzt:
- Orientierung: Jugendliche und Erwachsene können die Analyse durchführen und dank des Matchingtools herausfinden, welche Berufe zu ihren kognitiven Fähigkeiten passen.
- Eignungsanalyse: viele Unternehmen (gerade im handwerklichen Bereich) fordern den Basic Check® mit der Bewerbung ein oder führen diesen in ihrem Unternehmen vor Ort durch, um herauszufinden, ob die Bewerbenden aus schulisch-kognitiver Perspektive die Lehre mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgreich abschliessen können.
- Abklärung: in der beruflichen Umorientierung wird der Basic Check® oft als Messinstrument eingesetzt, um die kognitiven Voraussetzungen für Umschulungen und berufsintegrative Massnahmen abzubilden. Auch hier werden die Ergebnisse des Basic Check® in Kombination mit den Anforderungen der Berufe verglichen.
Bis Mai 2025 wurden zwei Varianten des Basic Check® angeboten: der Standard und der Praxis. Beide erfassten auf einem breiten Niveau die kognitiven Fähigkeiten (Muttersprache, mathematische Kenntnisse und räumlich-figurale Fähigkeiten), der Standard erhob aber zusätzlich noch Fremdsprachenfähigkeiten (Französisch bzw. Deutsch und Englisch) und der Praxis fokussierte stattdessen auf technisch-physikalisches Praxiswissen und Gefahrenerkennung.
Weiterentwicklung
Der Basic Check® wird aktuell schrittweise überarbeitet. Unser Anspruch ist dabei so nahe wie möglich am bekannten und bewährten Format zu bleiben – zu gleich aber neue wissenschaftliche Erkenntnisse einfliessen zu lassen und den Anforderungen der Anwender und Anwenderinnen gerecht zu werden.
Die grössten Veränderungen auf einen Blick
- Zukünftig nur noch ein Basic Check®
- Praxisaufgaben und Fremdsprachen sind optional wählbar
- Die drei Basisgebiete (Denkaufgaben mit sprachlichen Inhalten, mit mathematischen Inhalten und mit mehrdimensionalen Inhalten) werden aus wissenschaftlicher Perspektive inhaltlich und statistisch überprüft und stellenweise überarbeitet. Denkaufgaben mit sprachlichen Inhalten und das mehrdimensionale Gebiet werden konzeptuell erweitert.

- Die Normwerte werden neu in Form von Prozenträngen dargestellt. Alle bestehenden Informationen bleiben im Zertifikat erhalten oder werden zusätzlich auf unserer Website zur Verfügung gestellt (wie bspw. der Mittelwert der Schweizer Gesamtstichprobe).

- Neuerhebungen der beruflichen Anforderungen für das Matchingtool. Ab 2025 werden die beruflichen Anforderungen kontinuierlich erhoben und das Matchingtool entsprechend fortlaufend erweitert.
Bis Sommer 2026:
In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Überarbeitung der optionalen Module. Ein herzlicher Dank geht an alle, die an unserer Umfrage teilgenommen und uns mit wertvollen Rückmeldungen und Ideen unterstützt haben!
Allgemeine Änderungen:
- Die Auswahl der optionalen Module wird an den Anfang der Analyse gestellt, sodass die Auswahl der Module besser kontrolliert werden kann.
- Das Matching Tool wurde im letzten Jahr überarbeitet. Die Anforderungen zu den einzelnen Berufen werden weiterhin laufend neu erhoben und aktualisiert. Wenn Sie Ihren Beruf dort nicht finden, melden Sie sich bitte bei uns.
Die optionalen Module wurden entweder überarbeitet oder neu ausgearbeitet. Im Durchschnitt dauert ein Modul jeweils circa 15 Minuten:
- Im Modul Technisches Verständnis wurden die bisherigen Praxisaufgaben aufgegriffen und weiterentwickelt. Der Bereich umfasst Fragen zum technischen und physikalischen Grundverständnis. Technisches Verständnis bedeutet, die zugrunde liegenden Zusammenhänge, Funktionsweisen und Prinzipien von technischen Systemen, Prozessen oder einfachen mechanischen Abläufen zu erkennen, zu erklären und praktisch anzuwenden.
- Neu wird es das Modul Digitale Praxiskompetenzen geben. Es erfasst die basalen Fähigkeiten, digitale Technologien sicher, verantwortungsvoll und zielgerichtet zu nutzen. Dazu gehört der Umgang mit digitalen Geräten und Anwendungen, das Recherchieren und Bewerten von Informationen, das Erstellen digitaler Inhalte sowie der Schutz von Daten und Privatsphäre.
- Im neuen Modul Praktische Problemlösefähigkeiten werden die zentralen Kompetenzen zur effektiven Bewältigung von Aufgaben abgefragt. Dazu gehören Planung und Organisation, das Erkennen von Zusammenhängen, die Analyse von Prozessen sowie effiziente Entscheidungsfindung. Mit diesem Modul erhalten Sie eine praxisnahe Einschätzung, wie strukturiert, zielgerichtet und lösungsorientiert eine Person vorgeht.
- Die Fremdsprachenmodule – Englisch, Deutsch (nur im französischen Basic Check®), Französisch (nur im deutschen Basic Check®) – wurden umfassend geprüft und weiterentwickelt. Für jede Sprache gibt es künftig ein kompaktes Gesamtmodul, das gezielt die zentralen Kompetenzen in den Bereichen Textverständnis, Grammatik und Konjugationen sowie praxisnahe Sprechsituationen abfragt.
Projektfahrplan bis Sommer 2026
Normierungsphase des Basic Check® – während dieser Phase werden die Zertifikate zurückgehalten. Freischalten der Zertifikate in der zweiten Juliwoche 2025.
Erarbeitung der Grundlagen u.a. anhand von Umfragen Ende August, Anfangs September. Abholen der Bedürfnisse aus der praktischen Anwendung und wissenschaftliche Konzeptarbeit.
Überarbeitung und teilweise Neuentwicklung der optionalen Module: Fremdsprache Deutsch/Französisch, Fremdsprache Englisch und weiterer praktischer Module.
Programmierung der neuen Aufgaben und Fertigstellung der Erprobungsversionen
Eine breite Erprobung der neu entwickelten Aufgaben mit möglichst vielen Jugendlichen
Fertigstellung der optionalen Module des neuen Basic Check®
Erhebung der beruflichen Anforderungen für das Matchingtool. Dazu wird ein Tool zur Einschätzung an Praxisbildnerinnen und -bildner sowie weitere Experten versendet
Überarbeitung des Vorbereitungstools
Aufschalten der neuen Module & Normierung
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