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Hintergrundinfos zum Multicheck®

Die Diagnostik hinter der Eignungsanalyse

Über das Verfahren

Die Multicheck® Eignungsanalyse Wirtschaft und Administration von gateway.one ist ein Instrument zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik, das sich an Jugendliche im Übertritt von der obligatorischen Schulbildung zur beruflichen Grundbildung (Lehre) richtet. Abgestimmt auf die berufliche Grundbildung erfasst der Multicheck® schulisch-intellektuelle Fähigkeiten und setzt sie in Bezug zu den Anforderungen der spezifischen Berufslehren im Bereich Wirtschaft und Administration. Dabei werden neben Fach- und Methodenkompetenzen (bisher Schulwissen, Potenzial, berufsspezifische Fähigkeiten) neu auch Selbst- und Sozialkompetenzen erfasst. Das Zertifikat bildet einen komplementären Teil des Bewerbungsdossiers und stellt damit einen relevanten Aspekt zur Beurteilung der Berufseignung einer Person dar.

 

Theoretische Einbettung

Als bester Prädiktor zur Vorhersage von Ausbildungs- und Berufserfolg gelten Tests zur allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit (d. h. Intelligenz), was in diversen internationalen Studien nachgewiesen werden konnte (siehe z. B. Schmidt, Oh & Shaffer, 2016). Bei der Multicheck® Eignungsanalyse Wirtschaft und Administration spielt so die Passung zwischen den kognitiven Voraussetzungen einer Person und den Anforderungen der zu besetzenden Position eine zentrale Rolle. Die Analyse lässt sich als Leistungstest zur Erfassung kognitiver Fähigkeiten in die Cattell-Horn-Carroll-Theorie (McGrew, 2009) einordnen. Nach dieser Theorie gliedert sich die Intelligenz hierarchisch in verschiedene Bereiche und kann zu einem allgemeinen Mass zusammengefasst werden.

Nebst diesen Schlüsselqualifikationen im Bereich der Fach- und Methodenkompetenzen sind in der heutigen Arbeitswelt von Lernenden im Bereich Wirtschaft und Administration auch Selbst- und Sozialkompetenzen gefordert (siehe z. B. Bildungsplan Kaufmann/Kauffrau EFZ). Diese werden in der neuen Multicheck® Eignungsanalyse Wirtschaft und Administration mittels szenarienbasierter Aufgaben, das heisst durch simulierte Arbeitsproben im Sinne von Situational Judgement Tests erfasst.

Grundlage für die Entwicklung der neuen Eignungsanalyse bildeten dabei Anforderungen der Berufslehren, welche in enger Zusammenarbeit mit Lehrbetrieben erarbeitet wurden. In ihrer Form grenzt sich die Multicheck® Eignungsanalyse von klassischen Intelligenztests, aber auch von Schulleistungstests ab: Durch die Kombination von Fach- und Methodenkompetenzen mit Selbst- und Sozialkompetenzen geht die neue Multicheck® Eignungsanalyse über einen reinen Intelligenztest hinaus. Durch den berufsspezifischen Anforderungsbezug und die Normierung innerhalb der Interessengruppe grenzt sie sich zudem klar von Schulleistungstests ab, deren Ziel es ist, festzustellen, inwieweit die schulischen Leistungsziele erreicht wurden und wo schulischer Aufholbedarf besteht.

 

Zertifikat und Interpretation

Die Leistungen in den einzelnen Gebieten werden auf Seite 1 als Prozentrangwerte mittels grauer Balken sowie als Zahl dargestellt. Der Leistungsraum wird in fünf Levels unterteilt. Für die Gebiete im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenzen wird das erreichte Level grau ausgefüllt.

In den Bereichen Fachkompetenzen und Methodenkompetenzen werden die Rohwerte der zugrunde liegenden Gebiete zusammengezählt und dann in einen Prozentrangwert umgerechnet, der als blauer Balken sowie als Zahl dargestellt wird. Der Bereichswert «Fach- und Methodenkompetenzen» kommt durch die Zusammenrechnung der aggregierten Rohwerte der beiden Bereiche Fachkompetenzen und Methodenkompetenzen zustande (mit anschliessender Transformation in einen Prozentrangwert). Damit die Bereichswerte «Fachkompetenzen» sowie «Fach- und Methodenkompetenzen» vergleichbar sind zwischen Jugendlichen, die eine unterschiedliche Wahl bei der zweiten Fremdsprache getroffen haben (Französisch oder Italienisch), fliesst die Testleistung in der zweiten Fremdsprache nicht in die Bereichswerte ein. Die Werte auf Seite 1 beschreiben die Leistung im Vergleich zu anderen Jugendlichen (Normstichprobe). Die grünen Umrandungen der Leistungslevels zeigen jeweils die spezifischen Anforderungslevels der einzelnen Kompetenzgebiete im gewählten Beruf auf (berufsspezifisches Anforderungsprofil).

Der Wert «Gesamtpassung zum Beruf» beinhaltet die individuelle Testleistung der Person in den Kompetenzgebieten der Bereiche Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen sowie Selbst- und Sozialkompetenzen mit Bezug zum Anforderungsprofil des gewählten Berufs. Die Gesamtpassung zum Beruf wird grösser, je stärker die Testleistung in den Kompetenzgebieten ausgeprägt ist. Dabei steigt der Wert der Gesamtpassung umso mehr, je höher die Testleistung in jenen Kompetenzgebieten ist, in denen die Anforderungen im gewählten Beruf hoch sind. Technisch ausgedrückt ist die Gesamtpassung zum Beruf die Summe der Normwerte (z-Werte) einer Person in den Kompetenzgebieten, die mit Anforderungsgewichten multipliziert wurden. Die in dieser Auswertung gewählte Form der Ergebnisdarstellung verwendet als Masseinheit z-Werte (Standardabweichungen vom Mittelwert der Normstichprobe).

Auf Seite 2 sind die detaillierten Ergebnisse (Rohwerte) der Fach- und Methodenkompetenzen dargestellt. Dabei werden neben dem Anteil richtig, falsch und nicht gelöster Aufgaben in den Gebieten und Untergebieten auch die Selbsteinschätzung und die benötigte Zeit ausgewiesen. Diese Werte machen rein deskriptive Aussagen über die individuelle Leistung der Person und geben keinen Anhaltspunkt, ob die Anforderungen für eine bestimmte Ausbildung erfüllt sind.

Die Selbst- und Sozialkompetenzen (Seite 3) werden anhand von drei berufsrelevanten Szenarien erfasst und pro Szenario einzeln ausgewiesen. Die Szenarien erfassen, wie erfolgreich Selbst- und Sozialkompetenzen in berufsrelevanten Situationen eingesetzt wurden. Nebst der Beschreibung und den erhaltenen Punkten in den jeweiligen Szenarien kann auf dieser Seite auch die Selbsteinschätzung eingesehen werden.

Das Arbeitsstildiagramm (Seite 4) zeigt, wie exakt beziehungsweise wie schnell eine Person verglichen mit den Personen in der Normierungsstichprobe die Aufgaben in den dargestellten Gebieten bearbeitet hat. Der dunkelgraue Innenbereich repräsentiert dabei den mittleren Bereich (d. h. den Bereich, in dem sowohl die Exaktheit als auch die Schnelligkeit durchschnittlich sind). Der danach dargestellte Text gibt das Ergebnis der Aufgabe Textschreiben wieder. Der Text wird von gateway.one weder überprüft noch korrigiert und fliesst nicht in die weitere Auswertung ein. Ob und wie dieser Text als Beurteilungsgrundlage hinzugezogen wird, liegt im Ermessen des rekrutierenden Lehrbetriebs.

 

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen, Beispielaufgaben und Interpretationshinweise finden sich auf unserer Homepage (www.gateway.one). Bei Fragen helfen wir gerne per E-Mail (info@gateway.one) oder Telefon (031 336 66 00) weiter.

Über das Verfahren

Die Multicheck® Eignungsanalyse Detailhandel und Service von gateway.one ist ein Instrument zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik, das sich an Jugendliche im Übertritt von der obligatorischen Schulbildung zur beruflichen Grundbildung (Lehre) richtet. Abgestimmt auf die berufliche Grundbildung erfasst der Multicheck® schulisch-intellektuelle Fähigkeiten und setzt sie in Bezug zu den Anforderungen der spezifischen Berufslehren im Bereich Detailhandel und Service. Dabei werden neben Fach- und Methodenkompetenzen (bisher Schulwissen, Potenzial, berufsspezifische Fähigkeiten) neu auch Selbst- und Sozialkompetenzen erfasst. Das Zertifikat bildet einen komplementären Teil des Bewerbungsdossiers und stellt damit einen relevanten Aspekt zur Beurteilung der Berufseignung einer Person dar.

 

Theoretische Einbettung

Als bester Prädiktor zur Vorhersage von Ausbildungs- und Berufserfolg gelten Tests zur allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit (d. h. Intelligenz), was in diversen internationalen Studien nachgewiesen werden konnte (siehe z. B. Schmidt, Oh & Shaffer, 2016). Bei der Multicheck® Eignungsanalyse Detailhandel und Service spielt so die Passung zwischen den kognitiven Voraussetzungen einer Person und den Anforderungen der zu besetzenden Position eine zentrale Rolle. Die Analyse lässt sich als Leistungstest zur Erfassung kognitiver Fähigkeiten in die Cattell-Horn-Carroll-Theorie (McGrew, 2009) einordnen. Nach dieser Theorie gliedert sich die Intelligenz hierarchisch in verschiedene Bereiche und kann zu einem allgemeinen Mass zusammengefasst werden.

Nebst diesen Schlüsselqualifikationen im Bereich der Fach- und Methodenkompetenzen sind in der heutigen Arbeitswelt von Lernenden im Bereich Detailhandel und Service auch Selbst- und Sozialkompetenzen gefordert (siehe z. B. Bildungsplan Detailhandelsfachfrau/-mann EFZ). Diese werden in der neuen Multicheck® Eignungsanalyse Detailhandel und Service mittels szenarienbasierter Aufgaben, das heisst durch simulierte Arbeitsproben im Sinne von Situational Judgement Tests erfasst.

Grundlage für die Entwicklung der neuen Eignungsanalyse bildeten dabei Anforderungen der Berufslehren, welche in enger Zusammenarbeit mit Lehrbetrieben erarbeitet wurden. In ihrer Form grenzt sich die Multicheck® Eignungsanalyse von klassischen Intelligenztests, aber auch von Schulleistungstests ab: Durch die Kombination von Fach- und Methodenkompetenzen mit Selbst- und Sozialkompetenzen geht die neue Multicheck® Eignungsanalyse über einen reinen Intelligenztest hinaus. Durch den berufsspezifischen Anforderungsbezug und die Normierung innerhalb der Interessengruppe grenzt sie sich zudem klar von Schulleistungstests ab, deren Ziel es ist, festzustellen, inwieweit die schulischen Leistungsziele erreicht wurden und wo schulischer Aufholbedarf besteht.

 

Zertifikat und Interpretation

Die Leistungen in den einzelnen Gebieten werden auf Seite 1 als Prozentrangwerte mittels grauer Balken sowie als Zahl dargestellt. Der Leistungsraum wird in fünf Levels unterteilt. Für die Gebiete im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenzen wird das erreichte Level grau ausgefüllt.

In den Bereichen Fachkompetenzen und Methodenkompetenzen werden die Rohwerte der zugrunde liegenden Gebiete zusammengezählt und dann in einen Prozentrangwert umgerechnet, der als blauer Balken sowie als Zahl dargestellt wird. Der Bereichswert «Fach- und Methodenkompetenzen» kommt durch die Zusammenrechnung der aggregierten Rohwerte der beiden Bereiche Fachkompetenzen und Methodenkompetenzen zustande (mit anschliessender Transformation in einen Prozentrangwert). Damit die Bereichswerte «Fachkompetenzen» sowie «Fach- und Methodenkompetenzen» vergleichbar sind zwischen Jugendlichen, die eine unterschiedliche Wahl bei der zweiten Fremdsprache getroffen haben (Französisch oder Italienisch), fliesst die Testleistung in der zweiten Fremdsprache nicht in die Bereichswerte ein. Die Werte auf Seite 1 beschreiben die Leistung im Vergleich zu anderen Jugendlichen (Normstichprobe). Die grünen Umrandungen der Leistungslevels zeigen jeweils die spezifischen Anforderungslevels der einzelnen Kompetenzgebiete im gewählten Beruf auf (berufsspezifisches Anforderungsprofil).

Der Wert «Gesamtpassung zum Beruf» beinhaltet die individuelle Testleistung der Person in den Kompetenzgebieten der Bereiche Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen sowie Selbst- und Sozialkompetenzen mit Bezug zum Anforderungsprofil des gewählten Berufs. Die Gesamtpassung zum Beruf wird grösser, je stärker die Testleistung in den Kompetenzgebieten ausgeprägt ist. Dabei steigt der Wert der Gesamtpassung umso mehr, je höher die Testleistung in jenen Kompetenzgebieten ist, in denen die Anforderungen im gewählten Beruf hoch sind. Technisch ausgedrückt ist die Gesamtpassung zum Beruf die Summe der Normwerte (z-Werte) einer Person in den Kompetenzgebieten, die mit Anforderungsgewichten multipliziert wurden. Die in dieser Auswertung gewählte Form der Ergebnisdarstellung verwendet als Masseinheit z-Werte (Standardabweichungen vom Mittelwert der Normstichprobe).

Auf Seite 2 sind die detaillierten Ergebnisse (Rohwerte) der Fach- und Methodenkompetenzen dargestellt. Dabei werden neben dem Anteil richtig, falsch und nicht gelöster Aufgaben in den Gebieten und Untergebieten auch die Selbsteinschätzung und die benötigte Zeit ausgewiesen. Diese Werte machen rein deskriptive Aussagen über die individuelle Leistung der Person und geben keinen Anhaltspunkt, ob die Anforderungen für eine bestimmte Ausbildung erfüllt sind.

Die Selbst- und Sozialkompetenzen (Seite 3) werden anhand von fünf berufsrelevanten Szenarien erfasst und pro Szenario einzeln ausgewiesen. Die Szenarien erfassen, wie erfolgreich Selbst- und Sozialkompetenzen in berufsrelevanten Situationen eingesetzt wurden. Nebst der Beschreibung und den erhaltenen Punkten in den jeweiligen Szenarien kann auf dieser Seite auch die Selbsteinschätzung eingesehen werden.

Das Arbeitsstildiagramm (Seite 4) zeigt, wie exakt beziehungsweise wie schnell eine Person verglichen mit den Personen in der Normierungsstichprobe die Aufgaben in den dargestellten Gebieten bearbeitet hat. Der dunkelgraue Innenbereich repräsentiert dabei den mittleren Bereich (d. h. den Bereich, in dem sowohl die Exaktheit als auch die Schnelligkeit durchschnittlich sind). Der danach dargestellte Text gibt das Ergebnis der Aufgabe Textschreiben wieder. Der Text wird von gateway.one weder überprüft noch korrigiert und fliesst nicht in die weitere Auswertung ein. Ob und wie dieser Text als Beurteilungsgrundlage hinzugezogen wird, liegt im Ermessen des rekrutierenden Lehrbetriebs.

 

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen, Beispielaufgaben und Interpretationshinweise finden sich auf unserer Homepage (www.gateway.one). Bei Fragen helfen wir gerne per E-Mail (info@gateway.one) oder Telefon (031 336 66 00) weiter.

Über das Verfahren

Die Multicheck® Eignungsanalysen von gateway.one sind Instrumente zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik, die sich an Jugendliche im Übertritt von der obligatorischen Schulbildung zur beruflichen Grundbildung (Lehre) richten. Der Multicheck® ist ein kognitiver Eignungstest, der dazu dient, schulisch-intellektuelle Fähigkeiten zu erfassen und in Bezug zu den Anforderungen eines spezifischen Berufsbildes zu setzen. Dabei macht der Multicheck® keine Aussagen über Persönlichkeitsaspekte, Interessen und Wertehaltungen. Die Zertifikate bilden einen komplementären Teil des Bewerbungsdossiers und stellen damit einen relevanten Aspekt zur Beurteilung der Berufseignung einer Person dar.

Theoretische Einbettung

Der Zusammenhang zwischen möglichen Auswahlkriterien und dem Ausbildungserfolg wurde international intensiv untersucht. Folgt man der wohl bekanntesten Untersuchung in diesem Bereich (Schmidt & Hunter, 1998), in der Ergebnisse zahlreicher Studien zusammengefasst wurden, so stellen Tests zur allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit (Intelligenztests) mit Abstand das beste Mass (Prädiktor) dar, um den Ausbildungserfolg vorherzusagen (r = .56). Diese amerikanischen Befunde konnten in Europa (Salgado, Anderson, Moscoso, Bertua & de Fruyt, 2003) sowie auch speziell im dualen Berufsbildungssystem in Deutschland (Hülsheger, Mai-er & Stumpp, 2007; Kramer, 2009) bestätigt werden. Gerade im Rahmen einer Ausbildung ist das Erkennen, Verstehen, Abspeichern und Anwenden von Gesetzmässigkeiten besonders wichtig und es sind Fähigkeiten wie Konzentration, schlussfolgerndes Denken und Merkfähigkeit, die den Ausbildungserfolg bedingen.

Als theoretisches Fundament und Grundlage für den Aufbau der Multicheck® Eignungsanalysen diente die sogenannte CHC-Theorie der Intelligenz (McGrew, 2009; siehe auch Wikipedia). Diese berücksichtigt und integriert verschiedene bewährte und etablierte Theorien der Intelligenz. Hiernach gliedert sich die Intelligenz hierarchisch auf drei Ebenen (von breiten zu schmalen Faktoren bzw. Fähigkeiten) und die einzelnen Facetten der intellektuellen Fähigkeiten sind nicht unabhängig voneinander, sondern können zu einem allgemeinen Mass der Intelligenz zusammengefasst werden. Bei der Weiterentwicklung der Multicheck® Eignungsanalysen wird allerdings nicht nur die CHC-Theorie berücksichtigt, sondern es werden auch Anforderungen und Wünsche von Lehrbetrieben und Berufsverbänden miteinbezogen. In ihrer Form grenzen sich die Multicheck® Eignungsanalysen von klassischen Intelligenztests, aber auch von Schulleistungstests, ab: So werden Gebiete geprüft, die nicht der Intelligenz zugeordnet werden (z. B. Fremdsprachen), und es sind auch nicht alle Facetten der Intelligenz berücksichtigt (z. B. auditorische Verarbeitung). Durch ebendiese Kombination von Schulwissen und ausgewählten Facetten der Intelligenz sind die Multicheck® Eignungsanalysen einerseits keine reinen Intelligenztests. Andererseits gehen sie aber durch das Einbeziehen verschiedener Intelligenzfacetten sowie durch ihren berufsspezifischen Anforderungsbezug und die Normierung über die Zielsetzung eines Schulleistungstests, dessen Ziel es ist, festzustellen, inwieweit die schulischen Leistungsziele erreicht wurden und wo schulischer Aufholbedarf besteht, hinaus.

Zertifikat

Die Leistung in den einzelnen Gebieten (z. B. Mathematik, Merkfähigkeit) wird auf Seite 1 in gewichteten Prozentrangwerten als graue Balken und als Zahl angegeben. Dieser Wert kann zwischen 0 und 100 liegen.

Auf einer höheren Ebene werden die einzelnen Gebiete zu den Bereichen Schulwissen, Potenzial und Berufsspezifische Fähigkeiten zusammengefasst. Diese als blaue Balken dargestellten Eignungswerte pro Bereich (Bereichswerte) stellen jeweils den Durchschnitt der untergeordneten Gebiete dar und beschreiben die Leistung über alle Gebiete in einem Bereich. Bereichswerte zwischen 40 und 60 können als gute Passung angesehen werden, Werte unter 40 bedürfen der genaueren Inspektion und Werte über 60 weisen auf übertroffene Anforderungen hin. Dieselbe Interpretation gilt für den Gesamtwert, welcher den Mittelwert aller geprüften Gebiete darstellt. Eignungswerte unter 40 müssen kritisch auf ihre Zusammensetzung hin überprüft werden, Eignungswerte zwischen 40 und 60 lassen darauf schliessen, dass der oder die Jugendliche die Lehre bezüglich der schulisch-intellektuellen Anforderungen bewältigen kann. Eignungswerte über 60 deuten darauf hin, dass die Anforderungen der entsprechenden Lehre mühelos erfüllt werden können. Sämtliche Werte auf Seite 1 sind normiert und unterliegen einer berufsspezifischen Gewichtung (entsprechend dem Anforderungsprofil).

Sämtliche Werte auf Seite 2 sind Rohwerte, deren Interpretation schwierig ist und ohne Schulung nicht empfohlen wird. Die Interpretation dieser Werte sollte nur von Personen vorgenommen werden, welche über Expertise in der Testanwendung verfügen, das ausführliche Manual gelesen oder eine Schulung zu den Multicheck® Eignungsanalysen besucht haben.

Der Text auf Seite 3 sowie die Kreativitätsaufgabe auf Seite 4 beim Multicheck® Media und Design werden weder überprüft noch korrigiert und fliessen nicht in die Bewertung ein.

Interpretation

Bei der Interpretation der ersten Seite gilt der Gesamtwert als der zuverlässigste Wert, um eine Aussage über die kognitivintellektuelle Eignung einer Person für einen Lehrberuf zu machen. Trotzdem sind auch die Werte der einzelnen Bereiche zu berücksichtigen und es soll dabei beachtet werden, wie diese Werte zustande kommen. Ein starker Ausreisser in einem Gebiet gegen unten kann beispielsweise einen ganzen Bereich unter einen Wert von 40 ziehen. Die Werte einzelner Gebiete sollten jedoch nicht überbewertet werden. Auch das Verhältnis von Potenzial und Schulwissen lohnt es sich zu betrachten. Im Bereich Potenzial werden Aspekte der Intelligenz abgebildet, welche im Wesentlichen unabhängig vom schulischen Vorwissen sind. Der Bereich Schulwissen hingegen stellt Kompetenzen dar, welche erarbeitet wurden und stark von der schulischen Vorbildung abhängig sind. Bei deutlichen Unterschieden zwischen den Bereichen Schulwissen und Potenzial können Hypothesen abgeleitet und beispielsweise im Bewerbungsgespräch oder mittels Zeugnisse überprüft werden: Wieso schneidet zum Beispiel jemand bei sehr hohem Potenzial im Bereich Schulwissen nicht ausreichend ab? Gründe hierfür könnten in der Person (Motivation, Lernwille, Sprachkenntnisse usw.), aber auch in der Umwelt liegen (wenig elterliche Unterstützung in schulischen und beruflichen Belangen, Qualität der Schulbildung usw.). Allgemein gilt, dass Hypothesen, welche mithilfe der Multicheck® Eignungsanalysen gebildet werden, immer mit einer anderen Quelle (Motivations-schreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsgespräch o. Ä.) überprüft werden müssen.

Im Arbeitsstildiagramm wird der Anteil richtig gelöster Aufgaben in Beziehung zu der benötigten Zeit gesetzt. Dies erlaubt einen Rückschluss darauf, wie exakt beziehungsweise wie schnell eine Person verglichen mit den Personen in der Normierungsstichprobe im entsprechenden Gebiet die Aufgaben bearbeitet hat.

Normierung und Gewichtung

Sämtliche Multicheck® Eignungsanalysen werden jährlich auf ihre Normierung hin überprüft und diese wird bei Bedarf angepasst. Die Normierungsstichproben (Vergleichsgruppen) umfassen je nach Analyse und Gebiet zwischen 300 und 5000 Personen. Die Anforderungsprofile werden als berufsspezifische Gewichtungen in regelmässigen Abständen von Berufsbildnern und Berufsbildnerinnen, Berufsberatenden und Berufsschullehrpersonen weiterentwickelt.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen, Beispielaufgaben und Interpretationshinweise finden sich auf unserer Homepage (www.gateway.one). Bei Fragen helfen wir gerne per E-Mail (info@gateway.one) oder Telefon (031 336 66 00) weiter.