Der Weg zum neuen Multicheck® Technisch
Für eilige Leserinnen und Leser:
Der Multicheck® Technisch wurde im Zuge der Revision der technischen Grundbildungen umfassend modernisiert. Im Bereich des Schulwissens gab es nur kleinere Anpassungen; Mathematik bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil. Im Potenzial wurden mehrere Untertests durch neue oder überarbeitete Versionen ersetzt. Neu hinzu kommt das Vorstellungsvermögen, während die Merkfähigkeit zugunsten wichtiger berufsspezifischer Kompetenzen wegfallen könnte. Bei den berufsspezifischen Fähigkeiten wird die Organisationsfähigkeit künftig praxisnäher und stärker prozessorientiert geprüft. Das Technische Verständnis wird erweitert, und das Vernetzte Denken kommt als neuer Bereich hinzu.
Wichtig: im Zeitraum von Ende Mai bis Ende Juni 2026 werden die Zertifikate im Rahmen der Normierung vorübergehend zurückgehalten. Anfang Juli werden die Zertifikate zugestellt.
Der «Multicheck®» – eine der meistgenutzten berufsbezogenen Eignungsanalysen der Schweiz. Seit Jahren erfolgreich eingesetzt, ergänzt er Schnuppertage, Noten und Bewerbungsgespräche, um die berufliche Eignung von Jugendlichen zuverlässig einzuschätzen. Dank enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Praxis ist der Multicheck® besonders praxisnah und aussagekräftig.
Die Berufe aus der Technikbranche wurden mit der FUTUREMEM einer grossen Revision unterzogen. Im Zuge der Revision der Ausbildungsberufe, soll auch der Multicheck® Technisch überarbeitet werden. Die Überarbeitung basiert auf den folgenden Eckpfeilern:
- Überarbeitung der Inhalte auf Basis der Revision und dem Austausch mit Expertinnen und Experten
- Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und anderer technischer Möglichkeiten
- Anforderungen an die berufliche Eignungsdiagnostik nach DIN 33430
Geplante Änderungen in Kürze
Der Multicheck® Technisch soll grundsätzlich in vergleichbarer Form erhalten bleiben, dennoch werden in allen Gebieten kleinere Änderungen vorgenommen. Neben diesen werden auch grössere Weiterentwicklungen angestrebt, die sich vor allem auf die Inhalte in den Berufsspezifischen Fähigkeiten beziehen.
- Im Bereich des Schulwissens ist in allen drei Gebieten (Deutsch, Englisch und Mathematik) mit kleineren Anpassungen zu rechnen. Die mathematischen Fähigkeiten stehen aber nach wie vor im Fokus, da sie in den technischen Berufen zu den Kernkompetenzen zählen.
- Im Potenzial werden ebenfalls einige Änderungen vorgenommen, diese aber vor allem aufgrund wissenschaftlicher Überlegungen. So werden einzelne Untertests verschoben oder durch neue ersetzt – auf konzeptueller Ebene werden aber nach wie vor dieselben Fähigkeiten gemessen. Unter Umständen wird die Merkfähigkeit zugunsten wichtiger berufsspezifischer Untertests entfernt. Darüber hinaus wird das Vorstellungsvermögen (ehemals berufsspezifische Fähigkeiten) hier aufgenommen, da es ein integraler Bestandteil kognitiver Fähigkeiten ist.
- In den Berufsspezifischen Fähigkeiten wird Platz für neues geschaffen. Die Organisationsfähigkeit soll neu mehr praktisches, prozessuales Planen beinhalten und kontextnäher gestaltet werden. Das Technische Verständnis wird inhaltlich überarbeitet und ergänzt, sodass ein umfassendes Grundverständnis in den Bereichen Technik, Physik, Mechanik und Elektronik abgefragt wird. Ausserdem wird ein Test zum Vernetzten Denken aufgenommen, welches den Fokus auf die Fähigkeit legt, Informationen aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen, über Systemgrenzen hinaus zu denken und komplexe Probleme ganzheitlich zu betrachten.
- Das Zertifikat wird auf die neue Auswertung angehoben.
Die Neuentwicklung und Überarbeitung eines Testverfahrens erfordert stets eine Normierungsphase, in der die Daten für die Vergleichsstichprobe erhoben werden. Im Zeitraum vom 26. Mai bis 1. Juli 2026 werden deshalb keine Zertifikate versendet. Ab Anfang Juli stellen wir diese rückwirkend zur Verfügung.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.
Projektfahrplan und wo wir uns befinden
Erarbeitung der Grundlagen u.a. anhand von Workshops, wissenschaftlicher Konzeptarbeit und eingehenden Recherchen zur FUTUREMEM.
Überarbeitung und Weiterentwicklung einzelner Gebiete des Multicheck® Technisch.
Erhebung der Anforderungsprofile zu den Berufen. Versand einer Umfrage zur Einschätzung an Praxisbildnerinnen und -bildner sowie weitere Expertinnen und Experten.
Eine breite Testung der neu entwickelten Aufgaben mit möglichst vielen Jugendlichen und Lernenden.
Auswertung der neuen Aufgaben und Zusammenstellung der finalen Version.
Erstellen des neuen Vorbereitungstools.
Aufschalten der Analyse mit einer Normierungsphase, in der die Zertifikate für einen kurzen Zeitraum zurückgehalten werden. Anschliessend werden die Zertifikate an die Kandidatinnen und Kandidaten versendet.
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