BSc in Biomedizinische Labordiagnostik

Biomedizinische/r Labordiagnostiker/in FH

forschen, diagnostizieren, beobachten, untersuchen, analysieren, dokumentieren

Biomedizinische/r Labordiagnostiker/in FH
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Was macht ein/e Biomedizinische/r Labordiagnostiker/in FH?

Durch ihre Schnittstellen-Funktion im Bereich von Biomedizin, Laboranalytik und neuen digitalen Möglichkeiten spielen Biomedizinische Labordiagnostiker und Labordiagnostikerinnen eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen, denn sie verbinden hohe naturwissenschaftlich-technische Ansprüche mit den Denk- und Handlungsweisen, wie sie in Gesundheitsberufen üblich sind. Selbst wenn sie nur selten direkten Kontakt zu Patienten und Patientinnen haben, steht deren Wohl im Mittelpunkt ihres Tuns rund um Diagnostik und Therapie.

Als Fachpersonen übernehmen sie zentrale Funktionen im medizinischen Labor, in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung oder in der biomedizinischen Labordiagnostik und arbeiten oft in verantwortungsvollen Positionen in medizinischen oder biotechnologischen Forschungseinrichtungen, Laboren von Krankenhäusern, Universitäten oder in der pharmazeutischen Industrie.

Ihre Tätigkeiten umfassen unter anderem die Durchführung von Messungen und Untersuchungen, die Auswertung und Interpretation von Ergebnissen sowie die Erstellung von Diagnosen. Mit modernsten Laborgeräten untersuchen sie nicht nur Körperflüssigkeiten, sondern auch Zellen und Gewebeproben von Organen sowie Bakterien. Sie entwickeln neue Diagnosemethoden, die sie in die bestehende Routineanalytik integrieren, kümmern sich um die Qualitätssicherung sowie die Validierung und Präsentation von Ergebnissen und die Organisation des Labors.

Was und wozu?

  • Damit bei der Behandlung von Hautkrebs möglichst wenig Haut entfernt wird, untersucht der Biomedizinische Labordiagnostiker das entnommene Gewebe laufend auf krebshaltige Zellen und teilt dem Chirurgen mit, ob er noch mehr schneiden muss oder ob er den Eingriff beenden kann.
  • Damit der Schulbetrieb während einer Pandemie weiterlaufen kann, entwickelt die Biomedizinische Labordiagnostikerin neue Testverfahren, durch die sich Ansteckungen rasch erkennen lassen und in der Folge die erforderlichen Massnahmen getroffen werden können.
  • Damit die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und Qualitätsstandards gewährleistet sind, kennt der Biomedizinische Labordiagnostiker die gesetzlichen Vorschriften und übernimmt die fachgerechte Organisation des Labors, koordiniert Arbeitsabläufe und überwacht die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse.
  • Damit die Patienten und Patientinnen von der Forschung profitieren können, beurteilt die Biomedizinische Labordiagnostikerin neue wissenschaftliche Erkenntnisse und überführt diese in den Laboralltag.

Facts

Zutritt
a) Berufliche Grundbildung mit BM in einem der Biomedizinischen Labordiagnostik verwandten Berufsfeld (technische, chemische, biologische sowie medizinische und pharmazeutische Berufe) oder

b) andere berufliche Grundbildung mit BM und einjähriger Praxiserfahrung in einem der Studienrichtung verwandten Bereich oder

c) Abschluss einer Fachmittelschule und einschlägiges Berufspraktikum oder

d) Fach- oder gymnasiale Maturität mit einjähriger Praxiserfahrung
in einem der Studienrichtung verwandten Bereich.

Anerkennung gleichwertiger Vorbildungen «sur Dossier».

Für Biomedizinische Analytiker/innen HF verkürzt sich das Studium auf 3 bis 4 Semester.
Ausbildung
3 Jahre Vollzeit-Bachelorstudium. Auch als Teilzeit-Studium möglich.
Sonnenseite
Biomedizinische Labordiagnostiker/innen tragen durch ihre Arbeit zum Wohl von vielen Menschen bei. Wenn sich eine schwere Krankheit durch eine frühzeitige Diagnose abmildern oder gar verhindern lässt, dann ist dies ein sehr schöner Lohn.
Schattenseite
Die Arbeit im Labor kann auch eintönig sein, denn viele Untersuchungen sind Routine und folgen den immer gleichen Abläufen.
Gut zu wissen
Das Studium setzt sich aus Modulen zusammen und beinhaltet über 30% Praktika.

TOP 10 Anforderungen

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sehr wichtig
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Karrierewege als Biomedizinische/r Labordiagnostiker/in FH

Kurse an Fachhochschulen und Universitäten sowie von Fachverbänden. Nachdiplomstudien FH, Weiterbildungsmaster in verschiedenen Fachrichtungen.

Doktorat in Biomedizin oder in Biotechnik, z.B. Biotechnologe/-in Ph.D.

Master of Science (ETH) in Biotechnologie oder Biomedical Engineering

Master of Science (FH) in Life Sciences oder Biomedizinischen Wissenschaften

Biomedizinische/r Labordiagnostiker/in FH

Berufliche Grundbildung (EFZ) im Bereich der Biomedizin oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)

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