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  • Wie komme ich an mein Multicheck® Zertifikat?

    In deinem gateway.one-Profil siehst du unter «Mein Profil» > «Zertifikate und Dokumente» deine Zertifikate. Wenn du dort drauf klickst, kannst du dein Zertifikat downloaden.

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Multicheck®

  • Was genau sind die Multicheck® Eignungsanalysen?

    Die berufsbezogenen Multicheck® Eignungsanalysen richten sich an Lehrstellenbewerberinnen und Lehrstellenbewerber. Abgestimmt auf die berufliche Grundbildung erfasst Multicheck® schulisch-intellektuelle Fähigkeiten und setzt sie in Bezug zu den Anforderungen der spezifischen Berufslehren. Schulisch-intellektuelle Fähigkeiten werden bei Multicheck® per Testung von bislang erworbenem Schulwissen, verschiedenen Aspekten der Denkfähigkeit sowie der Befähigung zur erfolgreichen Bearbeitung berufsspezifischer Inhalte und Aufgaben gemessen.

  • Warum werden die Multicheck® Eignungsanalysen gemacht?

    Zweck der Eignungsdiagnostik per Multicheck® ist üblicherweise, ergänzend zu anderen Elementen im Bewerbungsdossier eine Informationsgrundlage zu erzeugen, mithilfe derer die Auswahlentscheidungen von Lehrbetrieben zu einer möglichst günstigen Passung zwischen einer angebotenen Lehrstelle und den individuellen Voraussetzungen von Bewerbenden (= hohe Eignung) führen. Die schulisch-intellektuelle Eignung für eine Berufslehre wird als einer der Faktoren gesehen, die den Leistungserfolg einer Person in kognitiv anspruchsvollen Bereichen der dualen Berufsbildung bedingen — und nicht zuletzt auch ihre ausbildungs- und berufsbezogene Zufriedenheit begünstigen.

  • Was wird mit den Multicheck® Eignungsanalysen geprüft?

    Mit den Multicheck® Eignungsanalyse werden Fähigkeiten und Kompetenzen in den drei Bereichen Schulwissen, Potenzial und Berufsspezifische Fähigkeiten geprüft. Der Bereich Schulwissen umfasst Kompetenzen in Mathematik und Schul- und Fremdsprachen. Der Bereich Potenzial umfasst die Fähigkeit zur erfolgreichen Bewältigung kognitiv anspruchsvoller Aufgaben in unterschiedlichen Gebieten des Denkens, wie zum Beispiel logisches Schlussfolgern, Merkfähigkeit oder Konzentration. Berufsspezifische Fähigkeiten sind kognitive Ressourcen der Person, die der Person eine wirksame Auseinandersetzung mit den typischen Inhalten der Berufslehre ermöglichen (z. B. Technisches Verständnis). Eine Auflistung der Teilgebiete findet sich online auf der Hauptseite der jeweiligen Eignungsanalyse.

  • Sind die Multicheck® Eignungsanalysen eigentlich qualitätsgeprüft? Erfüllen sie den gewünschten Zweck?

    Es gibt wissenschaftlich etablierte Methoden, mit denen die Güte von Testverfahren ermittelt wird. Insbesondere ist es wichtig ob die Interpretation der Ergebnisse eines Testverfahrens zutreffend (= gültig, valide) ist. Die Ergebnisse der Multicheck® Eignungsanalysen werden als Eignungsindikatoren für die Berufslehre interpretiert. Dementsprechend wurde zur Bestimmung ihrer Validität in verschiedenen Stichproben von Lernenden statistisch der Zusammenhang zwischen den Multicheck®-Werten und Indikatoren für den Erfolg in der Berufslehre bestimmt. Verschiedene Untersuchungen, unter anderem an der Universität Bern und an der Universität Basel, liefern tragfähige Befunde zum diagnostischen und prognostischen Wert der Multicheck® Eignungsanalysen. So konnte im technischen und im kaufmännischen Branchenbereich eine substanzielle Vorhersage der Leistung von Lernenden in der Berufsschule sowie auch im praktischen Ausbildungsteil durch deren Multicheck®-Ergebnisse gefunden werden (Capaul, 2014; Süess & Schmidt-Atzert, in Vorbereitung; Widmer, 2006). Ausführlichere Hinweise zur Güte der Multicheck® Eignungsanalysen befinden sich in den Verfahrenshinweisen (Manual), die als Download auf dieser Internetseite verfügbar sind.

  • Warum gibt es verschiedene Multicheck® Eignungsanalysen (z. B. Kaufmann/Kauffrau oder ICT)?

    Es gibt verschiedene Multicheck® Eignungsanalysen, weil für unterschiedliche Berufe unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen relevant sind. Um den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Berufslehren gerecht zu werden, gibt es so Eignungsanalysen für acht unterschiedliche Berufsgruppen sowie eine besondere Eignungsanalyse für Attest-Ausbildungen. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Berufsbildung wurden für die verschiedenen Berufsgruppen Fähigkeiten als Kompetenzen identifiziert, welche die Jugendlichen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben mitbringen sollten. Vor allem Berufsspezifische Fähigkeiten sind bei Multicheck® oft je nach Berufsgruppe unterschiedlich (z. B. Technisches Verständnis oder Kenntnisse in Naturwissenschaften). So werden in den acht Eignungsanalysen für die verschiedenen Berufsgruppen oft gezielt jeweils andere Aufgaben gestellt. Es gibt allerdings auch Aufgabengebiete, die in allen Analysen vorkommen, zum Beispiel Mathematik und Logik (Schlussfolgerndes Denken). Darüber hinaus unterscheidet sich je nach Anforderung der gewünschten Berufslehre auch die Schwierigkeit von Aufgaben zwischen den unterschiedlichen Analysen.

  • Wann sollte man eine Multicheck® Eignungsanalyse absolvieren?

    Wir empfehlen, die Multicheck® Eignungsanalysen im 9. Schuljahr (HarmoS 11) zu absolvieren. Unsere Auswertungen haben aber ergeben, dass Jugendliche mit einer Teilnahme bereits im 8. Schuljahr (HarmoS 10) nicht benachteiligt werden. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass die Multicheck® Eignungsanalysen neben dem Bereich Schulwissen (d. h. Kompetenzen in Mathematik und Schul- und Fremdsprachen) auch andere Fähigkeiten prüfen, die weniger von Schulwissen abhängen (so unter anderem Schlussfolgerndes Denken).

  • Wie kann man sich auf die Testdurchführung vorbereiten? Gibt es Prüfungsbeispiele aus früheren Jahren?

    Wir raten von sogenannten Vorbereitungskursen ab. Sie werden nicht von uns durchgeführt und kosten oft viel Geld. Wir empfehlen, auf die Teilnahme bei der Testung hin den Schulstoff des achten Schuljahrs zu repetieren und auf unserer Internetseite die Demoversionen zu lösen, um sich mit den Instruktionen und den Aufgabenformaten vertraut zu machen. Zu jeder der verschiedenen Eignungsanalysen (z. B. Kaufmann/Kauffrau) wird eine Demoversion kostenlos auf der Internet-Seite www.gateway.one/demo angeboten. Diese beinhaltet jeweils für sämtliche Aufgabengebiete die realen Instruktionen einschliesslich der realen Beispielaufgaben sowie pro Aufgabengebiet einige realitätsnahe Übungsaufgaben. Die Demoversion kann beliebig oft durchgeführt werden und gibt Auskunft darüber, ob eine Aufgabe korrekt gelöst wurde. Die Demoversion kann in einem beliebigen Tempo vollständig bearbeitet werden, während es bei den realen Testungen eine Zeitbeschränkung für jedes Aufgabengebiet gibt. Die real verwendeten Testaufgaben, z. B. solche aus früheren Jahrgängen, werden nicht veröffentlicht.

  • Ab wann kann eine Multicheck® Eignungsanalyse für den Lehrbeginn im August des nächsten Jahres absolviert werden?

    Üblicherweise fragen Lehrbetriebe bei Bewerbungen für den Lehrbeginn im August nach einem Zertifikat der Multicheck®-Version, die seit Beginn der Testperiode ab Mitte Mai des Vorjahres läuft. Ein Beispiel: Ab Mitte Mai 2019 werden in den Testcentern die neuen Versionen der verschiedenen Eignungsanalysen eingesetzt, die üblicherweise für Bewerbungen zum Lehrbeginn im August 2020 gewünscht werden.

  • Wo finden die Durchführungen der Multicheck® Eignungsanalysen statt?

    Die Durchführungen der Multicheck® Eignungsanalysen finden ausschliesslich in eigens von gateway.one betreuten Testcentern statt. Unsere Richtlinien beziehen sich unter anderem auf eine geeignete Computer-Infrastruktur und Vorkehrungen für die Datensicherheit. Ausserdem werden zur Sicherung der Durchführungsobjektivität die Bedingungen der Testung über die verschiedenen Testcenter hinweg so stark wie möglich standardisiert. Alle Teilnehmenden sollen unter vergleichbaren sowie möglichst günstigen Bedingungen ihre Testung absolvieren. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Testcenter.

  • Wieso finde ich nur Termine in näherer Zukunft?

    Wir schalten die Termine in den einzelnen Testcentern fortlaufend auf. So können wir schnell und gezielt reagieren, wenn die Nachfrage gross ist und viele Anmeldungen eintreffen.

  • Wie kann ich mich anmelden, wenn ich keine Kreditkarte habe?

    Weitere bei der Anmeldung akzeptierte elektronische Zahlungsmittel sind: Postkarte, Postkonto eFinance, TWINT, gateway.one Voucher

  • Wie lange dauert es, bis ich das Zertifikat mit meinem Resultat erhalte?

    Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die in der Schweiz eine Multicheck® Eignungsanalyse absolvieren, erhalten automatisch einen User-Account mit einem (bis zur Aktivierung durch die Jugendlichen) anonymen Profil im kostenlosen gateway.one Karriereportal. Das Zertifikat wird nach der Teilnahme innerhalb von zwei Arbeitstagen auf diesem User-Account zum Download bereitgestellt (Ausnahme Mai und Juni; aufgrund der jährlichen Qualitätskontrolle erfolgt die Verteilung der Zertifikate später. Dies wird vor der Anmeldung entsprechend kommuniziert).

    Wenn auf das Zertifikat zugegriffen werden kann, wird zur Information darüber eine E-Mail sowie auf Wunsch eine SMS versendet. Mit ihrem Profil können sich die Teilnehmenden, wenn sie möchten, im Karriereportal auch direkt bei Firmen auf Lehrstellen bewerben. Im gateway.one Karriereportal ist es zugleich auch für Firmen möglich, nach Profilen von Jugendlichen zu suchen und sie persönlich auf offene Lehrstellen aufmerksam zu machen.

  • Was ist der Unterschied zwischen der 1. und 2. Zertifikatseite? Warum sind die Werte nicht gleich?

    Die erste Seite des Zertifikats berichtet Eignungswerte (grafisch als horizontale Balken dargestellt). Eignungswerte sind die normbezogenen und anforderungsbezogenen Ergebnisse einer individuellen Testung (technisch ausgedrückt sind es je nach Anforderungsprofil des Zielberufs gewichtete Prozentrangwerte). Die zweite Seite führt die Rohwerte auf, aus denen die Eignungswerte sowie das Ergebnis im Arbeitsstildiagramm gewonnen wurden. Die Rohwerte zeigen pro Gebiet auf, welcher Anteil der gestellten Aufgaben von einer Person richtig gelöst wurde (Richtig %, erste Spalte), welcher Anteil der beantworteten Aufgaben richtig gelöst wurde (Qualität %, zweite Spalte) und welcher Anteil der (für das jeweilige Aufgabengebiet) verfügbaren Zeit von der Person nicht aufgebraucht wurde (Zeitbonus %, dritte Spalte). Die Rohwerte von Richtig % liefern, wie gesagt, die Grundlage für die Berechnung der Eignungswerte. Die Gebiets-Rohwerte von Qualität % und Zeitbonus % (zum Beispiel von Französisch oder Logik) werden nach Einordnung in den Bezugsrahmen der Normstichprobe (und ohne berufsspezifische Gewichtung) grafisch im Arbeitsstildiagramm auf der ersten Seite pro Gebiet kombiniert. Dadurch werden Aussagen über den Arbeitsstil (d. h. das Arbeitstempo und die Fehlerquote) der Kandidatinnen und Kandidaten im Vergleich zu den Jugendlichen in der Normstichprobe möglich (z. B. «hat in Mathematik vergleichsweise schnell und exakt gearbeitet»). Die Rohdaten lassen für bestimmte Situationen weitere Aussagen zu (da sie für alle Berufe einer bestimmten Berufsgruppe, z. B. Technisch, vergleichbar sind). Die Rohwerte sollten jedoch, wenn das Interesse besteht, nur von speziell geschultem Fachpersonal verwendet werden, da bei ihrer Deutung ein erhöhtes Fehlerpotential besteht. Informationen zu den Schulungen finden Sie hier, das ausführliche Manual mit Verfahrens- und Interpretationsmöglichkeiten hier.

  • Wie viele Punkte muss ich erreichen, um den gewünschten Beruf erlernen zu können? Was kann man bei einem nicht ausreichenden Ergebnis unternehmen?

    Als Eignungswerte beziehen sich die Ergebnisse einer Multicheck® Eignungsanalyse auf ein Anforderungsprofil, in dem ein Mindestmass an Erfüllung der Anforderungen eines Berufs definiert ist. Der Entscheid über die Aufnahme einer Bewerberin oder eines Bewerbers liegt jedoch immer im Ermessen des einstellenden Lehrbetriebs. Wenn Eignungswerte in den Bereich «nicht ausreichend» fallen, so ist dies also nicht automatisch ein Grund für eine abgelehnte Bewerbung. Ebenso ist es selbstverständlich keine Garantie für einen positiven Bescheid eines Lehrbetriebs, wenn Eignungswerte in den Bereich «ausreichend» oder «übertroffen» fallen. Für Firmen wie auch für Jugendliche ist es wichtig zu erfahren, ob eine Berufsausbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich abgeschlossen werden kann. Personen, deren Gesamtresultat und Einzelergebnisse gehäuft deutlich unter dem Eignungswert 40 (d. h. im Bereich «nicht ausreichend») liegen, erfüllen die schulisch-intellektuellen Voraussetzungen für das angestrebte Berufsbild gemäss Anforderungsprofil wahrscheinlich nicht und können die Berufslehre, für die sie sich interessieren, wahrscheinlich nicht oder nur mit Schwierigkeiten erfolgreich abschliessen. Eine Fehlentscheidung bei der Lernendenauswahl hat ungünstige Konsequenzen sowohl für Lehrbetriebe als auch für Lernende. Die Orientierung an der Eignungsaussage der Multicheck® Eignungsanalysen kann Lehrbetrieben dabei helfen, negative Folgen durch eine Fehlentscheidung bei der Besetzung einer Lehrstelle zu vermeiden, sofern diese aus einer mangelnden schulisch-intellektuellen Eignung eines Kandidaten oder einer Kandidatin erwachsen.  Für Jugendliche kann ein tiefer Eignungswert in einer Multicheck® Eignungsanalyse ein Hinweis darauf sein, dass sie für eine andere Berufslehre (z. B. ICT-Fachmann/-frau EFZ statt Informatiker/-in EFZ Applikationsentwicklung) bzw. für eine andere Berufsgruppe (z. B. Media und Design statt Kaufmann/Kauffrau) mit ihren Voraussetzungen und Stärken besser geeignet wären. Eine Berufswahl, die sich an der Entsprechung der eigenen Stärken mit den geforderten Voraussetzungen orientiert (das heisst: an der individuellen Eignung für eine bestimmte Berufslehre) begünstigt für Jugendliche einen erfolgreichen Start in die Berufswelt und gewiss nicht zuletzt auch den Erfolg und die Zufriedenheit später im Berufsleben. Es kann daher sehr sinnvoll sein, zusammen mit einer Berufsberaterin oder einem Berufsberater nach Alternativen bei der Berufswahl zu suchen, wenn das Ergebnis einer Multicheck® Eignungsanalyse unerwartet tief ausfällt.

  • Kann eine Multicheck® Eignungsanalyse wiederholt werden? Wie werden abgebrochene Durchführungen vermerkt?

    Die Multicheck® Eignungsanalysen können von einer Person innerhalb einer Testperiode (Mai–April) pro Berufsfeld zweimal durchgeführt werden. Auf dem Ergebnisbericht (Zertifikat) der zweiten Durchführung wird jedoch dann das Gesamtresultat der ersten Durchführung vermerkt. Um einen Vermerk zu vermeiden, müssen die beiden Durchführungen in unterschiedlichen Testperioden stattfinden und es müssen mindestens drei Monate dazwischen liegen. Abgebrochene Testungen zählen dabei als Durchführung: unbearbeitete Aufgaben werden auf null gesetzt und das Zertifikat wird normal zugestellt. Das Resultat einer nicht beendeten Testung wird also auf dem Zertifikat einer zweiten Durchführung im selben Berufsfeld (z. B. Kaufmann/Kauffrau) vermerkt, wenn beide Durchführungen in derselben Testperiode liegen oder der Abstand zwischen zwei Durchführungen in verschiedenen Testperioden kleiner ist als drei Monate. Dazu zwei Beispiele: (1) Wenn eine Person im April zur Durchführung einer Eignungsanalyse für ein bestimmtes Berufsfeld antritt (zum Beispiel in der Testperiode 2018/2019) und im folgenden Juni erneut eine Durchführung der Eignungsanalyse macht (dementsprechend in der Testperiode 2019/2020), so wird das Gesamtresultat der ersten Durchführung auf dem Zertifikat der zweiten Durchführung vermerkt, weil der Zeitraum dazwischen weniger als drei Monate beträgt. (2) Wenn eine Person in einem Berufsfeld zum Beispiel im Juni 2019 eine Durchführung macht und dann erst erneut im Februar 2020, so wird das Ergebnis der ersten Durchführung ebenfalls auf dem Zertifikat der zweiten Durchführung vermerkt, weil beide Durchführungen in der gleichen Testperiode (2019/2020) liegen.

  • Kann ich Einblick in meine Antworten erhalten, die bei meiner absolvierten Multicheck® Eignungsanalyse ausgewertet wurden?

    Der Einblick in die individuellen Antworten, die bei der Testung gespeichert werden, ist mit Aufwand und Kosten verbunden und kann über dieses Formular beantragt werden.

  • Sind Tests wie die Multicheck® Eignungsanalysen eigentlich offiziell erlaubt?

    Der gesellschaftliche Nutzen von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen und Eignungstests ist vom öffentlichen Sektor ausdrücklich anerkannt. Per Ende 2017 hat sich der Bundesrat erneut (davor in 2010) für die professionelle Eignungsbeurteilung ausgesprochen. In der Stellungnahme heisst es unter anderem:  «Die Lehrbetriebe haben ein Interesse daran, ihre zukünftigen Lernenden näher kennenzulernen, und setzen deshalb bei ihrer Auswahl verschiedene Instrumente ein. […] Eignungstests liefern ein umfassendes Bild über die mitgebrachten Kompetenzen und dienen einer möglichst objektiven Beurteilung der Bewerbenden. Sie erlauben es, die Zeugnisnoten der einzelnen Schulen einzuordnen und zu vergleichen. Ein Verzicht auf Eignungstests könnte die Auswahl der Lernenden erschweren. Zudem wären Jugendliche aus Schulen mit tieferen Notendurchschnitten bei der Lehrstellenvergabe unter Umständen benachteiligt.» (Quelle: Parlament). Die Eignungsbeurteilung per Multicheck® richtet sich nach einer einschlägigen Norm (DIN 33430: Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik), die sowohl dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen und praktischen Fachkunde als auch den geltenden gesetzlichen Bestimmungen Rechnung trägt. Es bleibt selbstverständlich den Lehrbetrieben überlassen, wie sie die Eignungsbeurteilung von Lernenden intern gestalten. Wir empfehlen jedoch, die Multicheck® Eignungsanalysen bei der Eignungsbeurteilung mit anderen Instrumenten und Informationsquellen zu kombinieren, wie zum Beispiel einer Dokumentenanalyse mit verschiedenen Elementen des Bewerbungsdossiers.

  • Is there an English version? [Kann man die Multicheck® Eignungsanalysen in englischer Sprache absolvieren?]

    I'm afraid there is no English version. All test materials are given in one of the Swiss national languages German, French, or Italian. Except for the stimuli of the tests explicitly assessing English language skills, of course (i.e., English as a foreign language). [Die Eignungsanalysen werden nur in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt. Das Testmaterial (wie Instruktionen und Aufgabenstimuli) ist also nicht auf Englisch verfügbar.]

  • Berücksichtigen die Multicheck® Eignungsanalysen verschiedene Schulniveaus?

    Nein, es gibt keine Ausrichtung der Auswertung oder der Interpretation der Testergebnisse auf unterschiedliche Schulniveaus. Die Multicheck® Eignungsanalysen richten sich nach den Anforderungen der verschiedenen Berufslehren. Damit wird den Ausbildungsverantwortlichen ein Vergleich der Leistungen ihrer Bewerberinnen und Bewerber mit dem (in den Anforderungsprofilen) geforderten Niveau sowie ein Vergleich zwischen den Bewerbenden ermöglicht.

  • Gibt es einen Nachteilsausgleich für Personen mit Legasthenie, Dyskalkulie oder vergleichbaren Einschränkungen?

    Bei den Multicheck® Eignungsanalysen ist es nicht möglich, bei einer ausgewiesenen Dyskalkulie oder Legasthenie als Nachteilsausgleich eine Anpassung der standardisierten Durchführung oder Interpretation zu gewährleisten. Dies vor allem aus dem folgenden Grund: Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwächen unterscheiden sich bei Betroffenen bezüglich der Schwere. Aus diesem Grund ist es nicht sinnvoll, eigens empirische Normen für die gesamte Gruppe von Betroffenen zu entwickeln. Um den Grad des benötigten (und zugleich des zulässigen) Nachteilsausgleichs zu bestimmen, müsste zunächst von einer Fachperson (z. B. eine spezialisierte Ärztin oder ein Psychologe) jeweils akkurat und entlang eines objektiven Massstabs die Schwere einer Beeinträchtigung bestimmt werden. Aus dieser Quantifizierung für jede betroffene Person müsste in der Folge für jedes Aufgabengebiet einer Multicheck® Eignungsanalyse bestimmt werden, wie gross der Nachteilsausgleich beim Vergleich mit der Normstichprobe sein müsste. Die verfügbaren medizinisch-psychologischen Methoden zur Diagnose der genannten Beeinträchtigungen entsprechen jedoch nicht der für diesen Zweck benötigen Güte einer hinreichend akkuraten (objektiven, zuverlässigen und validen) Diagnostik. Das aufgrund einer ungenauen Diagnose des Schweregrads einer Beeinträchtigung (und somit durch einen unzulänglichen Nachteilsausgleich) angepasste Ergebnis einer Multicheck® Eignungsanalyse würde die wahre schulisch-intellektuelle Eignung von Betroffenen für eine Berufslehre so zumeist überschätzen oder unterschätzen. In den vergangenen Jahren wurden die Aufgaben und das Layout allerdings mit dem Verband Dyslexie Schweiz einer gründlichen Prüfung unterzogen. In der Folge wurden Schriftarten, -farben, -grössen und auch einzelne Aufgaben inhaltlich und formal angepasst, um Einschränkungen für Personen mit Lese- oder Rechenschwäche oder Farbfehlsichtigkeit zu reduzieren. Für Jugendliche mit einer Sehschwäche stehen Computer mit vergrösserter Darstellung zur Verfügung. Auch wurde bei der Entwicklung der Aufgaben auf die Lesbarkeit für Personen mit einer Farbfehlsichtigkeit geachtet. Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung erhalten die Möglichkeit, die Analyse ohne Ablenkung (keine anderen Jugendlichen im Raum) durchzuführen. Beeinträchtigungen wie Legasthenie, Dyskalkulie oder Farbfehlsichtigkeit werden in der Regel an der Berufsschule und an der Lehrabschlussprüfung berücksichtigt. Wir empfehlen den Betroffenen, ihrer Bewerbung ein ärztliches Attest beizulegen, das die Beeinträchtigung belegt und genauer beschreibt.

  • Was bedeutet Gesamtresultat M und Gesamtresultat EBA in der Multicheck® Eignungsanalyse Detailhandel und Service?

    In der Multicheck® Eignungsanalyse Detailhandel und Service wird für alle Berufe neben dem allgemeinen Gesamtresultat, das die Eignung für eine EFZ Lehre darstellt, auch das Gesamtresultat M angegeben. Dieses zeigt die Eignung für eine Lehre mit Berufsmaturität. Für den Beruf Detailhandelsfachmann/-frau EFZ wird zusätzlich das Gesamtresultat EBA angegeben, das die Eignung für eine Lehre mit eidgenössischem Berufsattest angibt.

  • Was bedeutet Gesamtresultat B-Profil, Gesamtresultat E-Profil und Gesamtresultat M-Profil in der Multicheck® Eignungsanalyse Kaufmann/Kauffrau?

    Für die Multicheck® Eignungsanalyse Kaufmann/Kauffrau werden immer zwei Zertifikate erstellt mit je einer kompletten Auswertung für das KV B-Profil (Basis-Grundbildung) und für das E-Profil (erweiterte Grundbildung). Auf beiden Zertifikaten wird auch der Gesamtwert für das jeweils andere Profil sowie der Gesamtwert für eine EFZ Lehre mit Berufsmaturität (M-Profil) angegeben.

  • Was bedeutet Gesamtresultat Profil E und Gesamtresultat Profil G in der Multicheck® Eignungsanalyse Technisch für den Beruf Polymechaniker/in EFZ?

    Für den Beruf Polymechaniker/in EFZ in der Multicheck® Eignungsanalyse Technisch werden immer zwei Zertifikate erstellt mit je einer kompletten Auswertung für das Profil E (erweiterte Anforderungen, mit Berufsmaturität möglich) und für das Profil G (grundlegende Anforderungen). Auf beiden Zertifikaten wird jeweils auch der Gesamtwert für das jeweils andere Profil angegeben.

IdentyFi® Pro

  • Was wird mit IdentyFi® Pro erfasst?

    Mit IdentyFi® Pro werden für den beruflichen Kontext sechs Persönlichkeitseigenschaften (und deren Facetten) erfasst: Gewissenhaftigkeit (Sorgfalt, Zuverlässigkeit), Lernwille, Belastbarkeit (Funktionieren unter Belastung, Leistungsbezogene Sicherheit), Führungsmotivation (Durchsetzungsvermögen, Führungswille), Geselligkeit und Offenheit (Kontaktbereitschaft, Einfühlungsvermögen) sowie Bereitschaft zur Teamarbeit.
    Die Persönlichkeitseigenschaft Gewissenhaftigkeit macht Aussagen darüber, mit welcher Genauigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Detailorientierung eine Person ihre Arbeit erledigt. Unter der Facette Sorgfalt wird verstanden, wie exakt, ordentlich und gründlich Aufträge bearbeitet und mit welcher Genauigkeit Kontrollen durchgeführt werden, insbesondere bei Arbeiten, die über einen längeren Zeitraum andauern. Die Facette Zuverlässigkeit beschreibt, wie strukturiert Arbeiten angegangen und erledigt werden. Zudem wird erfasst, wie viel Wert auf Pünktlichkeit und Termineinhaltung gelegt wird. Die Dimension Lernwille beschreibt das Bestreben (und die Einschätzung der eigenen Fähigkeit dazu), die eigenen Kenntnisse mit Lernaktivität zu erweitern. Die Eigenschaft Belastbarkeit beschreibt, wie gut eine Person mit belastenden und herausfordernden Arbeitssituationen umgehen kann, inwieweit solche als Belastung erlebt werden und wie dabei die Kontrollierbarkeit der physischen und psychischen Reaktionen wahrgenommen wird. Die Facette Funktionieren unter Belastung bezeichnet, wie Personen mit kurz- und längerfristig belastenden Erlebnissen bei der Arbeit umgehen. Die Facette Leistungsbezogene Sicherheit beschreibt, wie stark Personen ihrer Leistungsfähigkeit vertrauen und wie sicher sie sind in Bezug auf die Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit, insbesondere bei anfallenden schwierigen oder unangenehmen Aufgaben. Die Dimension Führungsmotivation beschreibt die Bereitschaft und Freude daran, andere Personen anzuleiten, die eigene Meinung vor anderen zu vertreten und eigene Ideen und Interessen voranzutreiben. Die Facette Durchsetzungsvermögen beschreibt, wie gerne eine Person Überzeugungsarbeit leistet, wie beharrlich sie ihre Meinung vertritt und wie selbstsicher sie sich durchsetzen kann. Die Facette Führungswille beschreibt, ob eine Person gerne Einfluss auf andere nimmt, beispielsweise indem sie in Gruppen eine führende Rolle einnimmt, Aktivitäten einer Gruppe in eine bestimmte Richtung lenkt und es anstrebt, eine Führungsposition zu besetzen. Mit der Eigenschaft Geselligkeit und Offenheit wird beschrieben, wie gerne und leicht eine Person den Kontakt mit anderen Personen sucht und gestaltet, also auch wie sensibel und sicher sie bei der Einschätzung von Gefühlen, Stimmungen und Reaktionen anderer ist. Unter der Facette Kontaktbereitschaft wird verstanden, wie gerne und leicht eine Person den Kontakt zu ihr bekannten und unbekannten Personen aufbaut. Mit der Facette Einfühlungsvermögen wird beschrieben, wie feinfühlig sich eine Person in sozialen Situationen erlebt. Die Dimension Bereitschaft zur Teamarbeit beschreibt die Neigung, die Zusammenarbeit im Team zu suchen und diese Form der Arbeit aktiv zu unterstützen.

  • Wozu wird IdentyFi® Pro eingesetzt?

    Als berufsbezogener Persönlichkeitsfragebogen stellt IdentyFi® Pro im Anwendungsgebiet der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern ein Werkzeug zur Persönlichkeitsbeschreibung dar. Persönlichkeitsmerkmale werden in der Eignungsbeurteilung üblicherweise herangezogen, um Vorhersagen über den Erfolg —aber auch über die Zufriedenheit— von Personen in spezifischen Positionen und Funktionen im Unternehmen zu treffen. Unter Verwendung von Anforderungsprofilen, die Aussagen über die bei der zu besetzenden Stelle erwarteten (z. B. erfolgskritischen) Eigenschaften machen, die ideale Bewerber oder Bewerberinnen mitbringen sollten, kann mit IdentyFi® Pro die Passung zwischen Personen und einer Arbeitsstelle bestimmt werden. Neben anderen Informationen (z. B. aus Arbeitszeugnissen, Schnupperberichten, Einstellungsinterviews) kann IdentyFi® Pro so dazu beitragen, eine möglichst breite Entscheidungsgrundlage für Einstellungsentscheidungen zu gewinnen. Gleichzeitig kann IdentyFi® Pro auch Privatpersonen dazu dienen, eine Beschreibung ihres Persönlichkeitsprofils zu erhalten.

  • Welche Methode setzt IdentyFi® Pro ein?

    Wie bei Fragebogenverfahren üblich, stützt sich IdentyFi® Pro auf die Selbsteinschätzung der befragten Person. Die Befragten geben für verschiedene Aussagen zu unterschiedlichen Situationen und Verhaltensweisen an, wie sehr diese auf sie zutreffen. Bei den Antworten gibt es kein Richtig und Falsch, da erwartet wird, dass unterschiedliche Personen sich unterschiedlich beschreiben. Bei einem eignungsdiagnostischen Einsatz von IdentyFi® Pro sind jedoch je nach Arbeitsumfeld und Anforderungsprofil der Tätigkeit bestimmte Antworten und daraus resultierende Persönlichkeitsprofile passender als andere. Bei der Interpretation der Ergebnisse sollte beachtet werden, dass das Resultat eines Fragebogenverfahrens vom individuellen Beurteilungsmassstab, dem persönlichen Antwortverhalten und der sozialen Erwünschtheit beeinflusst werden kann. Grundsätzlich kann bei Persönlichkeitsfragebogen im Rahmen von fordernden Situationen, wie zum Beispiel bei Bewerbungsverfahren, von einer leichten Überschätzung in den gemachten Selbsteinschätzungen ausgegangen werden. Dies bedeutet, dass Personen ein Anforderungsprofil erraten können und dazu neigen, sich leicht besser darzustellen, als es tatsächlich ihre Einschätzung ist. Allerdings ist diese positive Verzerrung bei den meisten Personen ähnlich ausgeprägt. Diese positive Selbstdarstellung wird bei IdentyFi® Pro mithilfe einer kontextspezifischen Normierung abgefedert. Das bedeutet, dass die individuellen Ergebnisse mit den Ergebnissen einer Normierungsstichprobe in Beziehung gestellt werden, die im Bewerbungs- bzw. Auswahlkontext erhoben worden ist. Die aktuelle Normierung wurde anhand einer Stichprobe von 530 Personen der deutschsprachigen Schweiz durchgeführt (Alter zwischen 19 und 64 Jahre, Mittelwert = 40.7 Jahre, Standardabweichung = 10.0 Jahre).

  • Was bedeuten die Werte im Ergebnisprofil (Stanine-Werte)?

    Die individuellen Testwerte einer Person werden bei IdentyFi® Pro in Bezug zu den Werten einer Vergleichsstichprobe (Norm) gesetzt (siehe «Welche Methode setzt IdentyFi® Pro ein?»). Aufgrund der Normierung kann eine Aussage über die Position des individuellen Werts in der Verteilung der Werte in der Normstichprobe gemacht werden. Die Persönlichkeitseigenschaften verteilen sich bei genügend grosser Stichprobe symmetrisch und mit einem Schwerpunkt in der Mitte (Normalverteilung). Mittlere Werte kommen demnach am häufigsten vor. Je stärker ein Wert nach oben oder unten vom Mittelwert abweicht, desto kleiner wird die Anzahl Personen, die einen solchen Wert aufweisen. Die im Zertifikat gewählte Form der Ergebnisdarstellung ist die sogenannte Stanine-Skala («STAndard NINE»). Stanine-Werte unterteilen eine Verteilung in neun Bereiche, die unterschiedlich häufig vorkommen. Der Durchschnittsbereich wird in diesem Verfahren so definiert, dass 54 Prozent der Personen der Normstichprobe im Bereich der Stanine-Werte 4 bis 6 liegen.

  • Welchen wissenschaftlichen Hintergrund hat IdentyFi® Pro?

    Die psychologische Persönlichkeitsforschung hat das Ziel, Merkmale zu identifizieren und zu messen, mit denen sich Personen zugleich beschreiben und voneinander unterscheiden lassen. Eine Gruppe von solchen Merkmalen sind Persönlichkeitseigenschaften, mit welchen man Personen in ganz verschiedenen Situationen und über die Lebensspanne hinweg relativ konstant auseinanderhalten kann. Persönlichkeitseigenschaften ermöglichen somit auch eine gewisse Vorhersage von Verhalten in zukünftigen merkmalsrelevanten Situationen. Verschiedene Modelle und Theorien beschäftigen sich mit verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften – das bekannteste und auch anerkannteste Modell ist das Modell der Big Five (siehe z. B. Goldberg, 1999) beziehungsweise das NEO-Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit von Costa und McCrae (siehe z. B. 1992). Diese Modelle beinhalten die fünf Persönlichkeitsdimensionen Neurotizismus, Extraversion, Intellekt respektive Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit. Diese Dimensionen sind weitgehend voneinander unabhängig und gelten als relativ stabil über die Lebensspanne hinweg sowie als kulturübergreifend. Das Modell wird international als universales Standardmodell zur Beschreibung der Persönlichkeit verwendet. IdentyFi® Pro wurde in enger Anlehnung an das Fünf-Faktoren-Modell entwickelt. Bei der Formulierung und Auswahl der einzelnen Fragen wurde besonderer Wert auf den beruflichen beziehungsweise leistungsbezogenen Kontext gelegt.

  • Mein Ergebnis stimmt nicht mit meiner Selbsteinschätzung überein. Ist die Auswertung korrekt?

    Die Auswertung verläuft computergestützt, Fehler sind daher nicht zu erwarten. Bei den im Persönlichkeitsprofil dargestellten Ergebnissen handelt es sich allerdings um normbezogene Ergebnisse. Das bedeutet, dass das individuelle Ergebnis einer Person mit den Antworten von den anderen Personen in einer Normierungsstichprobe in Bezug gesetzt wird. Daher spiegelt das Ergebnis nicht rein die Selbsteinschätzung einer Person wider, sondern deren Relation zur Norm. Dies kann mitunter dazu führen, dass man sich in seinem Ergebnis nicht «wiedererkennt». Ein Ergebnis, das von der Selbsteinschätzung abweicht, ist per se nicht nachteilig: zum einen hängt die Bewertung eines Persönlichkeitsprofils davon ab, welche Persönlichkeitseigenschaften in welcher Ausprägung in das Anforderungsprofil aufgenommen wurden. Zum anderen setzen fachkundige Anwenderinnen und Anwender Fragebogen in einem Auswahlverfahren als Informationsquelle unter Berücksichtigung der methodischen Besonderheiten von Fragebogen ein (siehe «Welche Methode setzt IdentyFi® Pro ein?»).