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Berufe von A-Z

Eidg. Fachausweis

Karatelehrer/in BP

unterrichten, anleiten, zeigen, korrigieren, kämpfen

Karatelehrer/in BP

Beschreibung

Karatelehrer und Karatelehrerinnen unterrichten ihre Schülerinnen und Schüler in der Sportart Karate. Dies ist eine aus Japan stammende, waffenlose Kampfkunst, die Schlag-, Stoss-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fussfegetechniken beinhaltet. Sie erteilen ihren Gruppenunterricht in allen Alters- und Leistungsklassen.

Durch ihr Training erzielen die Lehrer und Lehrerinnen bei ihren Schülern stufenweise eine bessere Körperbeherrschung, Koordination und Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Steuerung geistiger Energie. Sie legen hohen Wert auf die körperliche Kondition, die insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und Belastbarkeit zum Ziel hat. Eine grosse Bedeutung kommt auch dem Wettkampf zu.

Die Ausübung von Karate hat persönlichkeitsbildenden Charakter. Da die Bewegungen teils kompliziert und schnell ablaufen, müssen die Lehrpersonen eine sehr scharfe Beobachtungsgabe besitzen. Sie unterrichten nicht nur, sondern sind mit ihrer gesamten Persönlichkeit sehr stark als Vorbild gefordert.

Was und wozu?

  • Damit die Reaktionsfähigkeit der Schülerin gesteigert wird, zeigt ihr der Karatelehrer abgesprochene Formen und Kampfübungen, bei denen die in der Grundschule und den Kata erlernten Angriffs- und Abwehrtechniken ihre praktische Anwendung erfahren.
  • Damit der Schüler im Wettkampf zeigen kann, was er an Perfektion, Körperbeherrschung, Überzeugungs- und Gestaltungskraft zu bieten hat, organisiert die Karatelehrerin Trainingskämpfe mit Publikum.
  • Damit die Schüler sich nicht verletzen, setzt der Karatelehrer auf Fairplay, Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen und vermittelt diese Werte in seinem Unterricht.
  • Damit ihr Schüler sich sportlich entwickeln kann, bereitet ihn die Karatelehrerin auf verschiedene Wettkämpfe vor; erst regionale, dann nationale Meisterschaften, womöglich sogar Europameisterschaften oder Olympische Spiele!

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) 3. Dan (Meistergrad)

b) abgeschlossene berufliche Grundbildung, gymnasiale Maturität oder gleichwertiger Abschluss

c) mindestens 2-jährige Berufspraxis als aktive/r Karatelehrer/in (mind. 250 Lektionen, davon zweimal pro Woche eine Unterrichtseinheit von je mind. 60 Min. während den letzten beiden Jahren)

d) höchste aktive J+S-Anerkennung (Leiter/in mit abgeschlossener Weiterbildung 1 und abgeschlossenem Prüfungsmodul oder Experte/-in) und/oder esa-Anerkennung (Leiter/in mit abgeschlossener Weiterbildung oder Experte/-in)

e) abgeschlossene Ausbildung als Karatelehrer/in bei der Swiss Karate Federation (SKF)

f) Sanitätsausweis (z.B. Nothelferausweis), der nicht älter als 5 Jahre ist

g) Empfehlung der SKF.
Ausbildung
Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von J+S-Kursen und der esa-Anerkennung erworben. Die Kurse sind von unterschiedlicher Dauer (je nach Anbieter).

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Karatelehrer und Karatelehrerinnen leisten einen bemerkenswerten Beitrag zur Kultivierung der Aggression in zivilisierten Bahnen. Die Haltung des Karatedo ist die Lehre einer Kunst, die nicht kam, nicht da ist, um zu zerstören, sondern um den Kampfsport mit einer höheren Ethik zu erfüllen – der Verzicht der Gewalt.
Schattenseite
Die Arbeitszeit ist unregelmässig, da viele Kurse am Abend stattfinden. Manche Schülerinnen und Schüler müssen zu erst erzogen werden, bevor sie trainiert werden können.
Berufsalltag
Karatelehrer und Karatelehrerinnen arbeiten in sogenannten Dojos, das sind Karateschulen, Karatezentren und Kampfsportschulen. Zu ihren Aufgaben gehört neben dem Unterrichten und der Organisation von Wettkampf- und Prüfungsteilnahmen auch die Durchführung von Trainingslagern.

TOP 10 Anforderungen

unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
wichtig
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig
sehr wichtig

Karrierewege als Karatelehrer/in BP

Höhere Meistergrade. Alle 2 Jahre Fortbildungspflicht. Spezialisierung: Selbstverteidigungskurse für Frauen.

Hauptlehrer/in, Prüfungsexperte/-in, Ausbildner/in, selbständige/r Meister/in

Trainer/in Spitzensport HFP, Sportartenschulleiter/in HFP (eidg. Diplom)

Karatelehrer/in BP

Berufliche Grundbildung (EFZ), Maturität oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)