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Vanessa Seifert, Restaurantfachfrau EFZ

von Rebecca Pozzoli

Vanessa Seifert, Restaurantfachfrau EFZ,
Systemgastronomiebetrieb, Opfikon ZH
Qualifikation 1, SwissSkills 2018: 4. Platz

Was begeistert dich am Beruf Restaurantfachfrau/-mann?

Eigentlich hatte ich ja vor, im Berufsfeld Gesundheit zu arbeiten. Doch dann durfte ich in einem Hotel sämtliche Hotel-Gastroberufe «beschnuppern». Am besten hat mir dann der Beruf Restaurantfachfrau/-mann gefallen. Dies weil man nahen Gästekontakt pflegt und ihnen durch guten Service ihre Wünsche erfüllen kann. Es gibt eigentlich nichts, was mir daran nicht gefällt, ich fühle mich sehr wohl in meinem Beruf.

Warum nimmst du an den SwissSkills 2018 teil?

Die Teilnahme an den SwissSkills ist eine wunderbare Erfahrung. Ich habe hier die Chance, allen zu zeigen, wie gern ich meinen Beruf habe, was ich bereits alles kann und auch dass ich es kann. Das ist eine Herausforderung, die Spass macht. Aufmerksam auf die SwissSkills, bin ich durch meine Klassenlehrerin geworden. Ich habe daraufhin ein Vorstellungsgespräch bestritten. Dort konnte ich die Jury für mich gewinnen und zeigen, dass nicht nur Berufslernende aus GaultMillau-Restaurants, sondern auch aus Systemgastronomiebetrieben, brillieren.

Einige Eindrücke der SwissSkills 2018?

Als ich ein Buffet vorbereiten musste, bin ich plötzlich unter Zeitdruck geraten. Ich bin nervös geworden und konnte nicht mein Bestes geben. Dafür ist mir die Aufgabe, einen selbsterfundenen Cocktail zu servieren, vergleichsweise leichtgefallen und gut gelungen. Meine Eigenkreation aus alkoholfreiem Bier, Grenadine Sirup und Kiwi-Püree mit interessanten Farbeffekten hat den Gästen sichtlich geschmeckt. Punkte gewinnen konnte ich auch mit der Erläuterung der Menükarte, die ich mit Adjektiven wie «hausgemacht» «gartenfrisch» ausgeschmückt habe.

Was lernst du aus der Teilnahme?

Grundsätzlich ist mein Einsatz gut gelaufen. Nichts war wirklich perfekt, trotzdem bin ich sehr zufrieden. Eine Herausforderung war, dass es sich um einen mir völlig fremden Ort und nicht mein Arbeitsbetrieb gehandelt hat. Ich musste zum Teil improvisieren und dabei trotzdem souverän auftreten und die Zeitvorgaben einhalten. Ich habe gelernt, dass ich das schaffen kann. Meine Nervosität habe ich im Verlauf des Wettbewerbs immer besser in den Griff bekommen.

Was rätst du anderen Jugendlichen, die an den Swiss Skills teilnehmen möchten?

Sicherheitshalber habe ich mir zur Vorbereitung auf den Wettbewerb einen Coach gesucht, der mit mir sämtliche Abläufe geübt hat. Er hat mir Verbesserungsvorschläge gegeben und mir gezeigt, wie ich am besten die Zeitvorgaben einhalten kann. Und wenn ich mal einen Hänger hatte, hat er mir den nötigen «Arschtritt» verpasst. Das war sehr hilfreich, ich kann es nur empfehlen. Denn während des Wettkampfs hat man kaum Zeit, um sich Gedanken zu machen. Es ist auch nicht sinnvoll, neue Kleider zu tragen, die dann vielleicht nicht bequem sitzen oder eine neue Frisur auszuprobieren, die dann vielleicht nicht hält. Lächelt häufig und zeigt damit, dass Euch Euer Beruf gefällt!

Was sind deine Zukunftspläne?

Ich arbeite noch bis Ende Monat in meinem Ausbildungsbetrieb, dann orientiere ich mich neu, weil ich auch die Arbeit in einem Restaurant, das kein Systemgastronomiebetrieb ist, kennenlernen möchte. Deshalb beginne ich im IRO by Jack & Jo in Zürich. Ich freue mich schon sehr auf die neuen Herausforderungen.

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