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Berufe von A-Z

Eidg. Fachausweis

Bergführer/in BP

leiten, organisieren, wandern, klettern, vorbereiten

Bergführer/in BP

Beschreibung

Bergführer und Bergführerinnen kennen genau die möglichen Gefahren, die Bergwanderern drohen, wie Gletscherspalten, Lawinen, Steinschlag, Wetterumschlag und Fehlverhalten. Deshalb stimmen sie die Touren passend auf die körperliche Leistungsfähigkeit der Beteiligten ab und überwachen die sorgfältige Zusammenstellung der Ausrüstung (Steigeisen, Seil, Pickel, Verpflegung usw.).

Die Touren können einen Tag dauern oder auch mehrere, es kann sich um Berg-, Ski- und Klettertouren handeln. Immer tragen die Bergführerinnen und Bergführer die oberste Verantwortung für die Sicherheit aller Beteiligten.

Was und wozu?

  • Damit eine Bergtour gelingt und alle Beteiligten zufrieden sind, plant und organisiert der Bergführer sie zuerst, bezieht Wetterverhältnisse und Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden mit ein.
  • Damit die Bergführerin auf einer Bergtour Unfälle oder Erschöpfungszustände vermeiden kann, informiert und instruiert sie die Beteiligten über mögliche Gefahren und achtet darauf, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
  • Damit der Bergführer seine Kenntnisse ausserhalb des Tourismus einsetzen kann, übernimmt er auch Einsätze bei Rettungsaktionen, zum Beispiel bei unzugänglichen Gebirgsabschnitten.
  • Damit die Bergführerin die Bergtour spannend gestalten kann, verfügt sie über das nötige Wissen zur Pflanzen- und Tierwelt und erzählt darüber, sofern ausländische Touristen dabei sind sogar in einer Fremdsprache.

Facts

Zutritt
a) 4 Jahre praktische Erfahrung als Bergführer/in sowie

b) die abgeschlossenen SBV-Module oder Gleichwertigkeitsbestätigung.
Ausbildung
3 Jahre berufsbegleitende Ausbildung:
1. Jahr Aspirantenkurse, 2. Jahr Tourenführung, 3. Jahr Vorbereitungskurse auf die Berufsprüfung.
Abschluss: Bergführer/in mit eidg. Fachausweis.

Hinweis: Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Bergführer und Bergführerinnen tragen zwar eine grosse Verantwortung, aber der Lohn ist meistens überwältigend, zum Beispiel, wenn man einen Berggipfel erreicht hat. Zudem ist die Arbeit in freier Natur eine wahre Erfüllung.
Schattenseite
Bei einem unerwarteten Wetterumschlag müssen sorgfältig geplante Bergtouren abgebrochen werden. Das ist zwar ärgerlich, aber nötig. Unfälle sind selten, können aber dennoch eintreten.
Berufsalltag
Als Bergführer oder Bergführerin kann man einfachere Touren organisieren, an denen auch mässig sportliche Touristen teilnehmen. Es werden aber auch Outdoor- und Adventure-Aktivitäten angeboten, darunter Canyoning, Klettersteig-Begehungen, Steileisklettern oder Sportklettern. Das gestaltet sich abenteuerlich und ist etwas für echte Profis.

TOP 10 Anforderungen

wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
wichtig
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
wichtig

Karrierewege als Bergführer/in BP

Alle 3 Jahre: Fortbildungs- oder Rettungskurs. Weiterbildung und Spezialisierung auf einem Gebiet der Alpintechnik. Aufstieg: Prüfungsexperte/-in, Ausbildner/in, eigene Bergsteigerschule.

Bachelor of Science (FH) in Tourism oder in Sports

Tourismusfachmann/-frau HF (eidg. Diplom)

Fachmann/-frau im Pisten- und Rettungsdienst BP (eidg. Fachausweis)

Bergführer/in BP

4 Jahre Berufserfahrung als Bergführer/in sowie die erforderlichen Modulabschlüsse (siehe Zutritt)