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Berufe von A-Z

BA in Speech and Language Therapy

Logopäde/-in FH/UH

aussprechen, korrigieren, üben, verbessern, beobachten, therapieren, unterstützen

Logopäde/-in FH/UH

Beschreibung

Wer glaubt, sprechen zu können sei selbstverständlich, der irrt ganz gewaltig. Rund ein Viertel aller Erstklässler haben sprachliche Auffälligkeiten. Und nicht nur Kinder sind von Sprachstörungen betroffen, diese können z.B. auch durch Schlaganfälle oder Demenz ausgelöst werden. Hier beginnt die Arbeit der Logopäden und Logopädinnen, welche geduldig und ausdauernd die Sprachfähigkeit ihrer Patienten trainieren und verbessern.

Sprach- und Kommunikationsstörungen können in Verbindung mit organischen, psychischen, sozialen oder geistig bedingten Krankheiten und Behinderungen auftreten oder durch Unfälle entstehen. Logopäden und Logopädinnen verbessern die Kommunikationsfähigkeit ihrer Klientinnen und Klienten durch eine gezielte Therapie. Sie fördern, deren sprachliche und stimmliche Fähigkeiten, damit diese im Schul- oder Arbeitsalltag bestehen können. Als Hilfsmittel nutzen sie unter anderem Spiele, Spiegel, Bilder oder spezielle Computerprogramme.

Die Arbeit der Logopäden und Logopädinnen umfasst Prävention, Beratung, Abklärung und Therapie sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen. Die Therapie erstreckt sich oft über einen längeren Zeitraum, währenddessen die Fachleute genau ihre Klientinnen und Klienten genau beobachten, um die Therapie anpassen zu können. Sie protokollieren den Therapieverlauf, werten ihn aus und erstellen Berichte.

Was und wozu?

  • Damit ein Kind, das Auffälligkeiten beim Sprechen zeigt, seine Kommunikationsfähigkeit verbessern kann, zeigt ihm der Logopäde, wie es einen Laut richtig ausspricht.
  • Damit ein Jugendlicher, der stottert, lernt, flüssig zu Sprechen und dabei Ruhe zu bewahren, führt die Logopädin mit ihm Aussprachübungen durch.
  • Damit die Patientin, deren Schluck- und Sprachvermögen nach einem Schlaganfall beeinträchtigt ist, wieder klar und deutlich sprechen lernt, therapiert sie der Logopäde einfühlsam und versiert.
  • Damit sie die logopädische Therapie besser planen kann, beurteilt die Logopädin anhand eines Anamnesegesprächs, gezielten Beobachtungen und Tests die sprachlichen Kompetenzen und vorhandenen Störungen ihres Klienten.
  • Damit die Klientin optimal gefördert wird, entscheidet der Logopäde individuell über Methoden und Therapieschritte und passt diese flexibel dem Therapieverlauf an.

Facts

Zutritt
Mind. Abschluss auf Sekundarstufe II und Zulassung für ein Hochschulstudium (z.B. gymnasiale Maturität, Berufsmaturität oder Fachmaturität mit bestandener Ergänzungsprüfung gemäss Passerellenreglement oder EDK-Lehrdiplom oder Fachhochschulabschluss. Praktische Erfahrung im Unterrichten (pädagogische Berufspraxis oder Praktikum), Gutachten eines Spezialarztes, einwandfreier Leumund und bestandene Aufnahme- bzw. Eignungsprüfung. Über die Details zu den Aufnahmebedingungen informieren die Ausbildungsstätten.
Ausbildung
3 Jahre Vollzeitstudium oder 4–5 Jahre Teilzeitstudium. Abschluss: Bachelor of Arts in Speech and Language Therapy und eidgenössisch anerkanntes Diplom als dipl. Logopäde/-in (EDK).
Sonnenseite
Logopäden und Logopädinnen setzen sich tagtäglich für eine bestmögliche Verbesserung in den Bereichen Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken, ihrer Klientinnen und Klienten ein. So ermöglichen sie diesen eine freudvolle Teilnahme am Alltagsgeschehen.
Schattenseite
Manchmal dauert es lange, bis sich die ersten Fortschritte zeigen. Dann dürfen Logopäden und Logopädinnen die Geduld nicht verlieren, müssen positiv und optimistisch bleiben. Das ist nicht immer einfach.
Berufsalltag
Logopäden und Logopädinnen arbeiten für Krankenhäuser, Kliniken und Praxen, Schulgemeinden, Sprachheilschulen und -kindergärten. Oft sind sie spezialisiert auf eine bestimmte Methode, z.B. die Behandlung von Störungen der Sprachentwicklung, von Stimmstörungen oder des Redeflusses oder auf ein bestimmtes Klientel, wie z.B. Kinder. Viele Berufsleute arbeiten Teilzeit.

TOP 10 Anforderungen

wichtig
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
sehr wichtig

Karrierewege

Kurse, Seminare, Tagungen, Vorlesungen, Nachdiplomkurse und Nachdiplomstudien; Spezialisierung. Aufstieg: Ausbilder/in Studierenden, Fachlehrer/in an Ausbildungsstätten, Leitung Sprachheilschule, Leitung einer Therapiestation, eigene Praxis.

Master of Arts in Special Needs Education, in Sonderpädagogik oder in Erziehungswissenschaft – Sonderpädagogik

Sonderpädagoge/-in FH (EDK) – Schulische Heilpädagogik oder Heilpädagogische Früherziehung (Bachelor)

Logopäde/-in FH/UH

Maturität, EDK-Lehrdiplom oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)