Eidg. Fachausweis

Sicherheitsspezialist/in in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens BP

kontrollieren, überwachen, bewachen, führen, leiten, intervenieren

Sicherheitsspezialist/in in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens BP

Beschreibung

Institutionen des Gesundheitswesens, wie Spitäler oder Heime, müssen versuchen, Risiken aller Art zu verhüten: Risiken des Marktes, der Technik, der menschlichen Unzulänglichkeit. Da die Klientinnen und Klienten oft immobil und geschwächt sind, wäre im Ernstfall eine Flucht oder Evakuation schwierig.

Damit sich alle Patienten und Mitarbeiter in Spitälern sicher fühlen können, treffen die Sicherheitsspezialisten und Sicherheitsspezialistinnen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens alle Massnahmen und Schutzvorkehrungen, um gefährdende Situationen zu verhindern. Sie achten auf den korrekten Umgang mit radioaktiver Strahlung, mit Medizinalgasen und kontaminierten Sonderabfällen.

Die Spezialisten und Spezialistinnen erstellen Sicherheitskonzepte, setzen diese im Betrieb um. Sie überwachen die Arbeitssicherheit, die Entsorgung von heiklen Materialien, arbeiten mit der Feuerwehr und anderen regionalen Institutionen zusammen. Sie erstellen auch Notfall-Konzepte für die Organisation in ausserordentlichen Lagen und nehmen Aufgaben der Führung, Kommunikation und Ausbildung wahr.

Was und wozu?

  • Damit er ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellen, passende Schutzvorkehrungen treffen und für die Durchsetzung und Kontrolle der Massnahmen sorgen kann, analysiert und dokumentiert der Sicherheitsspezialist ​in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens sämtliche Risiken.
  • Damit im Brandfall richtig reagiert werden kann, erarbeitet die Sicherheitsspezialistin in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens ein Brandschutzkonzept, stellt die Verbindung mit der Feuerwehr sicher und instruiert die Mitarbeitenden über das richtige Verhalten im Ernstfall.
  • Damit mit Sonderabfällen und Medizinprodukten (Spritzen, chemische Abfälle, radioaktives Material, Gase, Medikamente und Betäubungsmittel) fachgerecht umgegangen wird, organisiert und überwacht der Sicherheitsspezialist in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesen die sichere und ordnungsgemässe Lagerung, die Transporte sowie die Entsorgung von heiklen Produkten.
  • Damit die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitenden beim Einsatz von Röntgen- und Laseranlagen gewährleistet ist, kontrolliert die Sicherheitsspezialistin in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens die Einhaltung der Reglemente zum Strahlenschutz.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Abgeschlossene berufliche Grundbildung in Handel, Industrie oder Bau oder gleichwertige Ausbildung und 3 Jahre Berufspraxis, 2 Jahre davon als Sicherheitsspezialist/in einem Spital oder Heim oder

b) andere Vorbildung und 4 Jahre Praxis in Sicherheitsfragen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens.
Ausbildung
Berufsbegleitende Vorbereitungskurse: 10 Blöcke à 3 Tage, verteilt auf 10 Monate.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Sicherheitsspezialisten und Sicherheitsspezialistinnen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens beraten die Geschäftsleitung in sämtlichen Sicherheitsaspekten. Sie analysieren die Risiken, erstellen umfassende Sicherheitskonzepte, treffen die passenden Schutzvorkehrungen und sind mit der Durchsetzung und Kontrolle der nötigen Massnahmen vertraut. Es ist ein gutes Gefühl, für die Sicherheit der Mitmenschen sorgen zu können.
Schattenseite
Die Berufsleute tragen tagtäglich eine grosse Verantwortung und müssen stets als Vorbilder fungieren. Ein hohes Verantwortungs- und Hygienebewusstsein sowie eine exakte Arbeitsweise sind unverzichtbar.
Berufsalltag
Sicherheitsspezialisten und Sicherheitsspezialistinnen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens sind im mittleren Kader tätig. Eine ständige Weiterbildung ist unerlässlich. Je nach Betrieb sind Nacht- und Wochenendeinsätze zu leisten.

TOP 10 Anforderungen

sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
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unverzichtbar
unverzichtbar
unverzichtbar
sehr wichtig
wichtig
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Karrierewege als Sicherheitsspezialist/in in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens BP

Weiterbildungskurse.

Facility Manager/in FH (Bachelor)

Leiter/in in Facility Management und Maintenance HFP, Hausmeister/in HFP, Produktionsleiter/in Industrie HFP (eidg. Diplom)

Sicherheitsspezialist/in in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens BP

Berufliche Grundbildung (EFZ) in Handel, Industrie oder Bau bzw. gleichwertige Ausbildung (siehe Zutritt)