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Berufe von A-Z

Supervisor/in

analysieren, unterstützen, begleiten, beraten, vermitteln, reflektieren, klären

Supervisor/in

Beschreibung

Supervision richtet sich an Einzelpersonen, Gruppen und Teams, die im Arbeitsprozess stehen. Supervisoren und Supervisorinnen unterstützen die Supervisanden und Supervisandinnen (Personen, die Supervision in Anspruch nehmen) beim Bewältigen von schwierigen beruflichen Aufgaben.

Je nach Supervisionsform und Arbeitsumfeld sind die Themen unterschiedlich. Doch stets geht es für die Klienten und Klientinnen darum, die eigene Handlungsweise zu reflektieren und Schlüsse daraus zu ziehen, die fachlichen und psychosozialen Kompetenzen zu erweitern, Machtstrukturen transparent zu machen und entsprechend zu handeln oder die Beziehungsdynamik gegenüber anvertrauten Menschen (z.B. Mitarbeitende, Schülerinnen, Klienten, Patientinnen) zu verstehen und Distanz und Unabhängigkeit ihnen gegenüber zu bewahren.

Themen können sein: das persönliche Entwicklungsziel im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, Stress- oder Konfliktbewältigung im Arbeitsumfeld, das Klären der eigenen Rolle und Funktion, das Vorbereiten auf eine neue Funktion, das Entwickeln und Umsetzen von spezifischen Projekten, das Verbessern der Teamarbeit, das Besprechen von «Fällen» aus dem Arbeitsumfeld.

Coaching, Supervision und Organisationsberatung sind Beratungsformate, die Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozesse im Arbeits- und Berufsumfeld unterstützen. Entscheidend für eine gute Beratung ist nicht die Bezeichnung, sondern das sorgfältige Klären sowie Bearbeiten der Anliegen.

Facts

Zutritt
Es bestehen verschiedene Bildungsangebote, die Anforderungen sind unterschiedlich. In der Regel wird eine qualifizierte Berufsausbildung oder abgeschlossenes Hochschulstudium, Fachhochschulstudium oder abgeschlossene Höhere Fachschule verlangt. Ausserdem sind meistens 5 Jahre Berufspraxis nachzuweisen, die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Erwachsenen aufzeigt. Nachweis von mindestens 30 Stunden Supervision in der Rolle als Supervisand/in.
Während der Ausbildung muss die Möglichkeit bestehen, Supervisionspraxis zu erwerben.
Ausbildung
Die berufsbegleitende Ausbildung ist je nach Angebot unterschiedlich aufgebaut, oft sind die Lehrgänge in Module gegliedert.
Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen 2 bis 3½ Jahren.

Je nach Lehrgang erfolgt die Ausbildung nur in Supervision oder in Kombination mit Organisationsberatung/-entwicklung und/oder Coaching.

Lehrgangsanbietende können ihre Angebote durch den BSO (Berufsverband für Supervision, Organisationsberatung und Coaching) anerkennen lassen.

TOP Anforderungen

Berufs- und Beratungs- oder Führungserfahrung, Wertschätzung gegenüber Menschen, Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Sozialkompetenz, Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Geduld.

Karrierewege

BSO-Anerkennung (Einzelpersonen können Verbandsmitglied werden und sind dann berechtigt den Berufstitelzusatz BSO - eingetragene Marke - zu tragen). Die Anerkennung verpflichtet zur permanenten beruflichen Fortbildung, zur Einhaltung aller berufsethischen Grundsätze, zur regelmässigen Teilnahme an einer Intervisionsgruppe und zur Durchführung des Qualitätsentwicklungsgespräches im 3-Jahres-Zyklus. Weiterbildung durch Fachliteratur. Ausbildungsinstitutionen, Branchenorganisationen, Fachhochschulen und Universitäten bieten verschiedene Kurse, Seminare und andere Veranstaltungen zur Weiterbildung an.