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Grosse Ehre für Coop


Der «Grosse Preis der Berufsbildung» geht dieses Jahr an Coop. Die Berufsbildung bei der Coop-Gruppe gilt als nationales Vorzeigebeispiel, weshalb das Unternehmen mit dem Anerkennungspreis der Hans Huber Stiftung ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann fand kürzlich in Zürich statt. Wir von GATEWAY gratulieren Coop zu dieser Auszeichnung und wir sind stolz, die nachhaltig und weitsichtig agierende Unternehmensgruppe zu unseren Premium-Kunden zählen zu dürfen.

ots. Der «Grosse Preis der Berufsbildung» geht dieses Jahr an Coop, da das Ausbildungskonzept als nationales Vorzeigebeispiel gilt. Rund 13'000 Lernende haben seit der Jahrtausendwende und nach der nationalen Neuorganisation eine Lehre bei der Coop-Gruppe absolviert. Sie haben gute Karten im immer stärker werdenden «Kampf um Talente». Deshalb wird das Unternehmen mit dem Anerkennungspreis der Hans Huber Stiftung ausgezeichnet. Seit dem Anfang 2001 erfolgten Zusammenschluss der 16 Coop Genossenschaft zu einer Unternehmung wurde die Berufsbildung bei Coop systematisch ausgebaut und auf hohem professionellem Niveau in allen Regionen laufend weiterentwickelt. Die Hans Huber Stiftung (HHS) und der Swiss Venture Club (SVC) ehren dieses Engagement erstmals mit einem nationalen Anerkennungspreis, denn - so HHS-Präsident Christian Fiechter: «Coop setzt sich seit vielen Jahren vorbildlich und nachhaltig für gut ausgebildete Fachkräfte ein, die unsere Wirtschaft so dringend nötig hat.»

Immer weniger gut qualifizierte Schulabgänger

Hintergrund bildet die allgemeine Lehrstellen-Problematik: Immer weniger gut qualifizierte Schulabgänger können für Lehren gewonnen werden, und häufig interessieren sich Jugendliche nur für Lehren in bevorzugten Branchen. Dieses Jahr habe sich der «Kampf um Talente» besonders akzentuiert, sagt Fiechter.

Es sei eindrücklich, dass Coop seit Jahren in der ganzen Schweiz jedes Jahr bis zu 1000 Lehrverträge abschliesse beziehungsweise fast 1000 junge Berufsleute ihre Grundausbildung erfolgreich beendeten. Damit könne der grosse Bedarf an qualifizierten Arbeitsplätzen im Unternehmen gedeckt werden, sagt Annika Keller, Leiterin Berufsbildung national bei Coop. Die meisten der momentan insgesamt über 2'800 Lernenden seien im Detailhandel tätig, doch sei das Spektrum der Lehrberufe gross: Insgesamt werden über 20 Lehrberufe angeboten und neue Berufe werden laufend geprüft. Zudem nimmt die Berufsbildung auch Rücksicht auf schulisch weniger starke Lehrabsolventen, die zum Teil bereits mit Praktika in die Berufswelt einsteigen und sich stetig weiterentwickeln können.

Lehre als strategischer Erfolgsfaktor

Die Lernenden werden nicht nur von einem Berufsbildner oder einer Berufsbildnerin begleitet, sondern werden im Arbeitsalltag in den Fachbereichen auch von verschiedenen Mitarbeitenden mit Ausbildungsfunktionen betreut. Zudem stehen regional tätige Lehrlingsbetreuer im Einsatz, die allen Lernenden wie auch den Berufsbildnern in herausfordernden Situationen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Annika Keller selber betreut Lernende wie auch Berufsbildner - die Nähe zu ihnen ist ihr ein grosses Anliegen. Darin wird sie vorbehaltlos von der obersten Führungsebene unterstützt, die der Berufsbildung einen strategischen Wert beimisst. Dies äussere sich zum Beispiel darin, dass Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, bewusst den Kontakt zu Lernenden suche, wenn er zum Beispiel in Filialen zu Besuch sei. Die Lernenden ihrerseits verdanken diese Wertschätzung alle drei bis vier Jahre, indem sie in Werbekampagnen für die Lehre bei Coop mobil machen.

Schnell in Führungsfunktionen

Bereits bei der Selektion der Lernenden geht Coop laut Keller strukturiert vor. Nur wer sich für eine Lehre bewirbt und wirkliches Interesse zeigt, kann auch eine drei- bis fünftägige Schnupperlehre absolvieren: «Das ist unsere gegenseitige Eignungsabklärung.» Wer sich für eine Lehre entschieden hat, wird im Rahmen des strategisch ausgerichteten Talentmanagements gefördert und gefordert - sowohl in der Fach- wie auch in der Sozialkompetenz. Bereits während der Lehre zeichne es sich ab, welche jungen Männer und Frauen sich für Laufbahnkurse eignen, die modular aneinander gereiht werden können: «Schon drei Jahre nach der Lehre können Lernende häufig eine Führungsfunktion übernehmen, und es gibt einige, die sich bei Coop bis ins Top Managementemporgearbeitet haben.»

Viel verlangt, stark gefördert

Grosses Gewicht haben in der Ausbildung etwa Kurse, in denen die Selbstverantwortung gefördert wird: «Lernende lernen dabei, sich selber einzuschätzen, Ziele zu setzen und zu erreichen, sowie ihr eigenes Potenzial zu ermessen.» Und, so Keller: «Lernende sind in der Regel erstaunlich ehrlich und wissen auch, woran sie arbeiten müssen.» Es gehe darum, dem Berufsnachwuchs schon früh Erfolgserlebnisse zu ermöglichen - besonders geeignet sei das Projekt «Vom Lernenden zum Unternehmer». Der Anteil Lernenden an den rund 50'000 Mitarbeitenden der Coop-Gruppe in der Schweiz ist auf mindestens 6,5 Prozent festgelegt. Coop bemüht sich nicht nur, Lernende auszubilden sondern diese im Anschluss auch weiter zu beschäftigen. Die angestrebte Weiterbeschäftigungsquote von 60 Prozent konnte in den vergangenen Jahren erreicht werden. So könne man gewährleisten, dass die Ausbildung und die Leistungen den Kunden gegenüber langfristig qualitativ hochwertig bleiben.

Zehn Prozent aller Lehrstellen

Die Berufsbildungsverantwortlichen engagieren sich auch überbetrieblich. So wirkt der Leiter der Ausbildung Ostschweiz, René Graf, auch als Präsident von Bildung Detailhandel Schweiz (BDS), der Dachorganisation der Arbeitgeber für die Grund- und Weiterbildung im Detailhandel. Die Vertretung von Bildungsinteressen zusammen mit anderen grossen Detailhändlern sei enorm wichtig, zumal der Detailhandel rund zehn Prozent sämtlicher Lehrstellen in der Schweiz anbiete, sagt Graf.

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