Professionalisierung in der Personalauswahl

02.12.2019 von Martina Rufener

Mit dem zunehmenden Fachkräftemangel gewinnt die Professionalisierung in der Personalauswahl an Bedeutung. Während die Ausbildungsbetriebe vor einigen Jahren noch aus einer Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern auswählen konnten, sinkt der Anteil an den Absolventenjahrgängen in der Berufsbildung überproportional. Und weil gleichzeitig die weiterführenden Schulen ihren Anteil an Absolventen deutlich gesteigert haben, sinkt auch die Verfügbarkeit von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Da liegt es auf der Hand, dass die Ausbildungsverantwortlichen bereits in der Personalauswahl gefordert sind.

Ein Blick in die Statistik zeigt zudem, dass gerade in Branchen und Ausbildungsfeldern mit eher unstrukturierten Auswahlprozessen deutlich mehr Lehrverträge vorzeitig aufgelöst werden als in Branchen mit hochwertigen Verfahren zur Personalauswahl. Ein gutes Rekrutierungsverfahren liegt also nicht nur im Interesse der Ausbildungsunternehmen, sondern auch im Interesse der Jugendlichen und ihrer Eltern.

Ein seriöses Auswahlverfahren orientiert sich an den Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik gemäss DIN 33430. Nur wer sich mit den Interessen, den berufsspezifischen Fähigkeiten und den persönlichen Eigenschaften der Bewerberinnen und Bewerber auseinandersetzt und diese mit den Anforderungen der Lehrstelle in Beziehung setzt kann letztlich über die Passung entscheiden.

Ein Artikel im KMU-Magazin hat jüngst eine Übersicht über gängige Anbieter und Testverfahren veröffentlicht sowie Erfahrungsberichte von Unternehmen publiziert.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Eignungsanalysen in der Lernenden-Rekrutierung

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